Der Scherenschnitt vom Liebespaar ist in eine Brosche gefasst. Vize-Leiterin Barbara Kink ist froh, dass das Museum ein Werk des berühmten Brucker Malers Otto Kubel im Depot besitzt. Foto. peter weber
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Der Scherenschnitt vom Liebespaar ist in eine Brosche gefasst. Vize-Leiterin Barbara Kink ist froh, dass das Museum ein Werk des berühmten Brucker Malers Otto Kubel im Depot besitzt

Fürstenfeldbruck

Schätze aus dem Heimatmuseum: Ein Scherenschnitt des berühmten Märchenmalers

  • Ulrike Osman
    vonUlrike Osman
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Der Scherenschnitt eines Liebespaares, gefasst in eine Brosche, ist ein filigranes Stückchen Kunst. Es stammt von Otto Kubel, der hauptsächlich Maler und Illustrator war, aber eben auch ein „künstlerischer Allrounder“, wie Barbara Kink sagt. Die stellvertretende Leiterin des Museums Fürstenfeldbruck freut sich, dass ihr Haus zumindest ein Werk von Otto Kubel besitzt.

Immerhin hat der gebürtige Sachse 20 Jahre an der Amper gelebt und wird zum Kreis der Brucker Maler gerechnet.

1868 in Dresden geboren, kam Kubel nach einer Schreinerlehre und einer Ausbildung an der Kunstgewerbeschule nach München. Er studierte an der Kunstakademie und machte sich einen Namen als Illustrator von Schul- und Märchenbüchern. Doch bald wurde man auch auf seine Ölgemälde aufmerksam: sonnige Landschaften und Interieurs mit Kindern als Staffagefiguren. Kubel malte mit lockerem Pinselstrich, beeinflusst von Impressionismus und Jugendstil.

Mit seiner Frau Laura zog Otto Kubel 1902 nach Bruck in die Feuerhausstraße 22. Hier wuchsen die drei Töchter des Künstlers auf. Sein Atelier befand sich einige Jahre lang zwei Häuser weiter im Obergeschoss der Feuerhausstraße 16. 1907 ließ sich auch Kubels Freund und Malerkollege Eugen von Ruckteschell in Bruck nieder. In dessen großer Villa in der Dachauer Straße 63 durfte Kubel die Atelierräume mitbenutzen. Neben großen Ausstellungen in München und Berlin beteiligte sich Kubel auch an der ersten Brucker Kunstausstellung, die 1914 stattfand. Ende 1922 übersiedelte er mit seiner Familie nach München, wo er 1951 im Alter von 82 Jahren starb.

Die Serie

stellt Ausstellungsstücke aus Heimatmuseen in der Region vor. In Fürstenfeldbruck sind es Exponate, die im Depot schlummern und auf eine Ausstellung warten.

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