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Oft geht es hier am einfachsten: Viele Einbrecher nutzen schlecht gesicherte Balkon- oder Terrassentüren, um unbemerkt in Häuser oder Wohnungen einzusteigen.   

Dämmerung

Einbrechern das Leben schwer machen

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Die Winterzeit beginnt – und damit die Hochsaison für Dämmerungseinbrüche. Blitzschnell schlagen die Diebe im Schutz der Dunkelheit zu – heuer sind sie früher dran als sonst.

LandkreisSie kommen, wenn die Nächte länger werden: Dämmerungs-Diebe. In der Regel sind sie erst ab Ende Oktober unterwegs. Doch heuer haben sie bereits Mitte Oktober zugeschlagen: Sie suchten das Einfamilienhaus eines Biburger Ehepaares heim. Die Besitzer waren zu einer Party aufgebrochen. Als sie nachts zurückkehrten, trauten sie ihren Augen nicht: Der Einbrecher hatte die Terrassentür brachial aufgehebelt und sich so Zugang verschafft. Er stahl mehrere hundert Euro Bargeld.

„Leider ein Klassiker“, sagt Germerings Polizeisprecher Andreas Ruch. Weil Terrassentüren leicht zu überwinden sind, nutzen Diebe diese Schwachstellen gerne aus. Frühe Dämmerung verschafft ihnen mehr Zeit. „2015 und 2016 sind die Hälfte aller Einbrüche von Oktober bis Dezember passiert“, sagt Brucks Polizeisprecher Michael Fischer. Oft unterschätzen Anwohner das Risiko, Opfer zu werden. Sie leeren den Briefkasten erst abends oder lassen Rollläden unten. All das weist darauf hin, dass ein Haus unbewohnt ist – und Diebe freie Bahn haben.

Dank langjähriger Erfahrungen haben sich die Beamten bereits auf die Einbruchs-Saison eingestellt. Olchings Polizei-Vize Herbert Kanz und seine Kollegen fahren derzeit verstärkt Streife. Auch die Einsatzkräfte aus Gröbenzell patrouillieren gezielt in Wohngebieten. Die Wahrscheinlichkeit, Täter auf frischer Tat zu ertappen, ist aber gering, denn diese arbeiten schnell. „Etwa 50 Prozent aller Einbrecher gelangen innerhalb von zehn Sekunden in die Wohnung“, sagt Ruch. Je länger sich die Tat hinzieht, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass sie aufgeben. Daher sollten Anwohner es Dieben möglichst schwer machen, durch zusätzliche Sicherung von Türen und Fenstern etwa. „Beratung bietet die Kripo in Bruck an“, sagt Gröbenzells Inspektions-Leiter Karlheinz Pangerl. Werkzeuge wie Brecheisen oder Zangen sollten auch nicht leicht zugänglich im Gartenhäuschen gelagert werden.

Abschrecken lassen sich die Räuber zudem durch Bewegungsmelder, die draußen Licht einschalten oder einen Alarm auslösen. Doch es helfen auch einfachere Tricks. „Am besten, man bittet seine Nachbarn, ein Auge auf das Haus zu haben“, so Ruch. Wer im Urlaub ist, sollte mittels Zeitschaltuhren für Lampen den Eindruck erwecken, es sei jemand daheim.

Bürger sollten außerdem die Augen offenhalten. Menschen, die scheinbar ziellos durch Wohngebiete laufen, könnten Kundschafter sein. „Abschrecken kann man sie, indem man sie fragt, ob man ihnen helfen kann. Das zeigt, dass die Anwohner aufmerksam sind“, rät Pangerl. Dubios sind auch Autos mit ausländischen Kennzeichen. Dabei könnte es sich um Fluchtwagen handeln.

Oft sind Täter in Banden unterwegs. Nicht selten kommen sie aus Osteuropa. Es passiert, dass eine Bande geballt an einem Wochenende eine Stadt heimsucht und sofort weiterzieht. Dieses kurze Zeitfenster macht es schwer, sie zu schnappen. Die Polizei ist daher auf Hinweise angewiesen. Jede Beobachtung sollte gemeldet werden. Andreas Ruch sagt: „Lieber rücken wir einmal zu oft aus.“

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