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Selbst bei den Kindern wächst der Wunsch nach einem überdachten Eisstadion. So hat ein Bub eine Eishalle fürs heute stattfindende Luzienhäuserlschwimmen gebaut. 

Unterstützung für den Antrag von BBV, SPD und Grünen

Eishalle: Bürger sammeln Unterschriften

Parteien haben bereits Anträge zum Bau einer Eishalle gestellt. Jetzt ziehen die Brucker nach: Sie sammeln Unterschriften für einen Bürgerantrag. Das Ziel: Die Stadt soll möglichst bald eine Eishalle bauen.

Fürstenfeldbruck– Das Problem ist altbekannt: Das Brucker Eisstadion ist ohne Dach. Und damit Wind und Wetter ausgesetzt. Bei warmen Temperaturen, Regen oder zu viel Schnee kann keiner aufs Eis – weder die Profis vom EVF, noch die Hobbyspieler und Schlittschuhläufer. Dass das Stadion immer wieder zu ist, verärgert die Menschen schon lange.

BBV, Grüne und SPD haben jüngst beantragt, dass die Stadt prüft, ob am aktuellen Standort oder westlich davon eine Eishalle gebaut werden kann. Geht das nicht, sollen Alternativplätze gesucht werden. Diesen Antrag greifen jetzt drei Bürger auf: Roger William, Tobias Holbeck und Sebastian Ehemann, Kapitän der 1. Mannschaft. Sie wollen Unterschriften sammeln und das Thema in den Stadtrat bringen. „Wir wollen damit die Parteien unterstützen und ihnen zeigen, dass die Bürger hinter der Eishalle stehen“, sagt Holbeck.

Auch seine beiden Buben spielen in Bruck Eishockey. „Die Frage ist, ob sie in Zukunft noch spielen können“, sagt der 37-Jährige. Die Witterung ist der eine Grund. Ein anderer ist eine neue Richtlinie des Bayerischen Eissport-Verbandes für die laufende Saison. Nach dieser müssen Kinder ab der Altersklasse U8 dreimal in der Woche auf Eis trainieren, vom 1. September bis 15. März. „Sonst dürfen sie in keiner Liga spielen“, erklärt Holbeck. In Bruck beginne die Saison erst Mitte Oktober, auch die drei Zeiten in der Woche sind kaum machbar. Derzeit hat der Verein eine Ausnahmegenehmigung. Wie lange noch, das ist die Frage. Könne man den Bau der Halle in Aussicht stellen, würde das sicher helfen, vermutet Holbeck.

Dem Brucker und seinen Mitstreitern geht es aber nicht nur um den Profisport. Auch das Eislaufen für die Familien muss oft witterungsbedingt ausfallen. Holbeck selbst spielt in München in einer Hobby-Mannschaft Eishockey. Lieber würde er in Bruck trainieren, doch dafür gibt es keine Zeiten. „Es gab mehrere Anfragen von Hobby-Mannschaften, die hier gerne spielen würden.“

Mit Unterstützung des Fördervereins Eishalle wollen die Bürger nun Unterschriften sammeln. Nicht nur im Verein, sondern auch von den Besuchern des Publikumslaufs. Mindestens 350 sollten zusammenkommen, wenn sie den Bürgerantrag Ende Januar im Stadtrat einreichen wollen. Anders als bei einem Bürgerbegehren geht es nur darum, dass das Thema im Gremium diskutiert wird – ohne Abstimmung.

Den Bürgerantrag haben sie auch an OB Erich Raff (CSU) geschickt. Der Rathauschef verweist auf ein bereits bestehendes Gutachten: „Es wurde festgestellt, dass die Eishalle am Standort möglich ist.“ Die Einschränkung: Der Betrieb dürfe aus Lärmschutzgründen nur bis 22 Uhr gehen.

Sollte es am aktuellen Standort nicht gehen, bleibt für Raff nur der Fliegerhorst eine Option. Mit den beiden Turnhallen und dem Hallenbad könne man einen Querverbund schaffen, und die Gebäude vielleicht über ein Blockheizkraftwerk versorgen. „Ein Bau auf der grünen Wiese macht wenig Sinn.“

Drängen lassen will sich der OB durch die Unterschriftensammlung nicht. „Wir wollen erst das Sportzentrum im Westen bauen und dann die Eishalle.“ So sei er auch mit dem EVF verblieben. Sobald Bau und Finanzierung in trockenen Tüchern seien, könne man mit den Planungen beginnen, vielleicht schon 2019. Dass die Halle vermutlich nicht nächstes Jahr steht, weiß auch Tobias Holbeck. Aber dann wäre der Anfang gemacht. „Wir wollen, dass jetzt etwas passiert.“ Ingrid Zeilinger

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