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Sie alle waren Teil der Unternehmensgeschichte der Firma Elektro-Schröter. In der Blütezeit hatte Inhaber Helmuth Schröter insgesamt 62 Mitarbeiter. Diesen brachte er auch bei, dass man nur mit Freundlichkeit und Zuverlässigkeit Kunden gewinnt. Nach dem Leitspruch führte der Brucker sein Unternehmen bereits, als es noch an der Schöngeisinger Straße angesiedelt war.

„Elektro-Schröter“ in Fürstenfeldbruck

Firmen-Geschichte endet nach über 50 Jahren

Wieder geht eine Ära zu Ende: Das seit mehr als 50 Jahren bestehende Familienunternehmen „Elektro-Schröter“ von Helmuth und Christiane Schröter schließt Ende des Monats.

Fürstenfeldbruck Nach 53 Jahren ziehen sich Helmuth Schröter, der im September 80 Jahre alt wird, und seine Frau aus einem langen Berufsleben in den Ruhestand zurück. Mehr als ein halbes Jahrhundert lang haben sie ihr „Fachgeschäft für Elektro-Belange“ geführt.

Helmuth Schröter geht in den Ruhestand.
Zuerst war „Elektro-Schröter“ an der Schöngeisinger Straße 24 angesiedelt. Weil das Unternehmen im Laufe der Jahre immer wieder erweiterte, musste die Firmenfamilie in das Gewerbegebiet an der Hubertusstraße ziehen. Dort waren Küchenstudio, Verkaufsräume und Ersatzteillager untergebracht. Momentan läuft der große Abverkauf.

„Eigentlich wollte ich mich nie selbstständig machen“, blickt Helmuth Schröter zurück. Doch seine siebenjährige Verpflichtungszeit als Soldat in Erding endete, als Schröter eine Anzeige in der Zeitung las. In der stand, dass die Brüder Alois und Max Hummel in Bruck für das von ihrem Vater 1908 gegründete Elektrofachgeschäft in der Schöngeisinger Straße 24 einen Nachfolger suchten. Schröter wagte den Schritt in die Selbstständigkeit und sagt zurückblickend: „Ich habe es nie bereut und meine Arbeit immer sehr gern gemacht.“

Zuerst war „Elektro-Schröter“ auf Haushaltsgeräte Installationen spezialisiert

Zur Blütezeit des Unternehmens beschäftigte Schröter 62 Mitarbeiter. „Und über 100 Lehrlinge habe ich ausgebildet“, sagt der Elektromeister. Beigebracht hat er ihnen auch folgenden Satz: „Nur mit Freundlichkeit, Zuverlässigkeit und fachlichem Können gewinnt man das Vertrauen der Kunden.“ Bekannt wurde die Firma in der Stadt auch durch die Tätigkeit im Bereich Elektro-Installation. Die Mitarbeiter waren nämlich nicht nur in Ein- als auch in Mehrfamilienhäusern tätig, sondern auch in gewerblichen Bauten sowie Großanlagen.

Bei der Eröffnung 1964 hatte sich der damals 27-jährige junge Familienvater aber erst mal auf Elektro-Haushaltsgeräte und Elektro-Installationen spezialisiert. Die übernommene Radio- und Fernsehabteilung löste er auf.

„Elektro-Schröter“ zog mehrmals in Fürstenfeldbruck um

Das gesamte Firmengelände hat der Chef bereits veräußert.

Zusammen mit seiner Frau, die für den Verkauf zuständig war, sowie einem Gesellen und einem Lehrbuben startete Schröter damals seinen Betrieb. Schnell wurden die Geschäftsräume aber zu klein, denn Schröter erweiterte um eine Abteilung mit Lampen und Leuchtmitteln. Deshalb zog das Unternehmen in den 1970er-Jahren mehrmals innerhalb der Schöngeisinger Straße um. Schließlich landete die Firma im Gewerbegebiet an der Hubertusstraße. Auch dort erwies sich nach weiteren zehn Jahren der Flachbau aber als zu klein. Es wurde aufgestockt und gleichzeitig wurde das ursprüngliche Domizil in der Schöngeisinger Straße 24 aufgegeben. Spätestens ab 1988 gab es dann im Gewerbegebiet alles an einem Ort – vom Küchenstudio über elektronische Groß- und Kleingeräte, Installations- und Elektromaterial und Ersatzteile.

Nun haben Helmuth und Christiane Schröter das gesamte Anwesen aber verkauft. Noch bis zum Monatsende findet ein großer Räumungsverkauf statt. „Meiner Frau Christa und mir bleibt nur noch, unseren Kunden zu danken. Servus, pfiat eich.“ Gemeinsam wollen die beiden ihren Lebensabend auf ihrer Lieblingsinsel Lanzarote verbringen.

von Dieter Metzler

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