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Nach monatelangen Recherchen hat Elisabeth Lang einen Kalender herausgegeben. Er enthält viele Informationen.

Neuer Kalender

Bruckerin porträtiert zwölf starke Frauen

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Frauen, die den Landkreis Fürstenfeldbruck geprägt haben, porträtiert die Bruckerin Elisabeth Lang in ihrem Kalender. Monatelang hat sie dafür recherchiert.

Fürstenfeldbruck Luzia von Syrakus, Maria von Brabant, Gabriele Haeusler oder Traudl Well – all diese Frauen haben den Landkreis geprägt. Die Brucker Germanistin Elisabeth Lang erzählt ihre außergewöhnlichen Geschichten nun in einem Kalender.

Hätte Herzog Ludwig II. vor rund 760 Jahren seine Frau Maria von Brabant nicht köpfen lassen, würde es das Kloster Fürstenfeld wohl nicht geben. Angeblich weil er sie für eine Ehebrecherin hielt, schickte der Herzog, der wohl nicht zu Unrecht den Beinamen „der Strenge“ trug, Maria auf den Richtblock. Später soll sich seine Eifersucht als unbegründet erwiesen haben. Um Buße für seine Bluttat zu tun, stiftete der Herzog 1263 das Kloster bei Bruck.

„So hat Maria von Brabant hier gewirkt, obwohl sie nie in Fürstenfeld war“, sagt Elisabeth Lang. Die Bruckerin hat sich eingehend mit der Geschichte der Herzogin beschäftigt. Da diese im Januar hingerichtet wurde, schmückt ihr Porträt die Kalenderseite für den ersten Monat des Jahres.

Lucia von Syrakus ist mit Fürstenfeldbruck fest verbunden

Es sind zwölf starke Frauen mit außergewöhnlichen Persönlichkeiten, die die 51-Jährige, die auch als Lektorin und Kirchenführerin arbeitet, in ihrem Kalender beschreibt. Er trägt den Titel „Frauen im Landkreis Fürstenfeldbruck“ und die Geschichte von Maria von Brabant ist nur der Anfang. Auf der Februarseite geht es um die Mutter der Bandmitglieder der Biermösl-Blosn und der Wellküren: Traudl Well. In einer kurzen Biografie, die Elisabeth Lang für jede Frau gestaltet hat, erfährt man, dass Traudl Well ihren Kindern das Blockflötenspiel beibrachte. Auch Elisabeth Lang hat Kinder: drei an der Zahl.

Die Biografien der Frauen im Kalender faszinieren sie. „Damals standen häufig die Männer im Mittelpunkt“, sagt die 51-Jährige. Zu Unrecht, wie sie findet. „Oft waren es die Mütter, die den Laden zusammengehalten haben.“ Das zeigt auch das Zitat Ferdinand von Millers, das auf der Novemberseite über dem Porträt von Julie Miller steht. „In dieser traurigen Zeit war es wieder meine liebe gute Mutter, die mir wie ein rettender Engel beistand.“ Die Familie lebte in Bruck. Mutter Julie hat den berühmten Erzgießer während seiner Ausbildung unterstützt.

Nachhaltig den Landkreis geprägt haben die Schwestern Gabriele und Mirjam Haeusler. Sie gründeten die Kester-Haeusler-Stiftung, die Forschung, Kultur und Wissenschaft unterstützt. Fest verbunden mit der Großen Kreisstadt ist auch die heilige Lucia. Die Märtyrerin wurde um das Jahr 283 in Syrakus geboren. Am 13. September, ihrem Todestag, soll in Bruck ein Hochwasser zurückgegangen sein. „Daran erinnert das traditionelle Luzienhäuserl-Schwimmen“, sagt Elisabeth Lang. Genauso wie ihr Kalender.

Der Kalender „Frauen im Landkreis Fürstenfeldbruck“

ist in ausgewählten Geschäften, im Bauernhofmuseum Jexhof, in der Furthmühle und im Internet unter www.textwerkstatt-ffb.de erhältlich.

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