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Die Hoffnung stirbt zuletzt: Noch einmal haben Eltern und Kinder für den Erhalt des Schulbusses aus der Buchenau demonstriert. Stadtrat Michael Piscitelli (r.) hörte sich die Kritik der Eltern an.

vor dem Stadtrat

Eltern-Demo: Buchenauer Schulbus soll bleiben

Die Buchenauer Eltern sind mehr als unzufrieden mit der neuen Regelung für ihre Grundschulkinder: Diese sollen nach den Faschingsferien mit Linienbussen zur Schule Nord fahren. Mit einer Demo vor dem Stadtrat äußerten rund 35 Eltern und Kinder nochmal den Wunsch, den Schulbus zu erhalten.

Fürstenfeldbruck – „Schule – Eltern – Stadträte: alle übergangen“ oder „820 – kein Schulbus-Ersatz“ stand auf den Plakaten. Auch Martina und Jürgen Stiebert, deren Sohn Erstklässler in der Grundschule Nord ist, sind mit Plakat vor dem Rathaus aufgetaucht. Man habe sich unter den Eltern auf die kleine Demo verständigt, erzählt Martina Stiebert. Die Lösung der Stadt mit den Linien 820 und 840 funktioniere nicht, kritisiert Stiebert. Am Morgen sei der Bus 820 regelmäßig zu spät und schon mit anderen Fahrgästen überfüllt. „In welchen Bus sollen die Kinder in der Früh reinkommen?“ Sie seien ja mit Schulranzen unterwegs. „Nichts gegen den 820er-Bus, aber er ist als Schulbus einfach nicht geeignet“, meint Jürgen Stiebert.

Bei Ankunft an der Schule Nord sieht Martina Stiebert weitere Probleme. Die Haltestelle liege zu weit vom Schulgebäude entfernt. „Die Kinder müssen drei Straßen queren.“ Dazu komme eine ungünstige Fußgängerampelschaltung und Schulweglotsen gebe es auch nicht. Schwierig sei auch die Situation mittags nach Schulschluss: Die Taktung des 840er-Busses, mit dem die Kinder in die Buchenau zurückfahren sollen, sei nicht auf die Unterrichtszeiten abgestimmt. Im schlimmsten Fall stünden die Kinder 20 Minuten an der Haltestelle.

Mit ihrer Demo möchten die Eltern doch noch ein Umdenken bei den Stadträten erreichen. „Der größte Wunsch ist, dass der Schulbus erhalten bleibt, bis die Sprengeländerung kommt“, sagt Martina Stiebert. In einigen Jahren gehen die Kinder aus der Buchenau in die neue Grundschule an der Cerveteristraße.

In der Stadtrats-Sitzung blieb es beim Protest, zur Diskussion kam es nicht. Die Eltern forderten zwar von der Zuschauergalerie per Zwischenruf, das Thema auf die Tagesordnung zu nehmen. „Hier ist keine Kundgebung“, meinte OB Erich Raff (CSU) in scharfem Ton. Wortmeldungen der Zuschauer sind nur mit vorheriger Anmeldung zur Bürgerfragestunde möglich. Spontane Änderungen der Tagesordnung gibt es nur auf Antrag der Stadträte.

Raff kündigte aber an, dass man sich mit der Grundschule Nord nochmal zusammensetzen wolle. Auch dort wünscht man sich weitere Gespräche, hieß es. Philipp Heimerl (SPD) fragte, ob man nochmal mit dem für den Linienverkehr zuständigen Landratsamt über die Abfahrtszeiten der Busse rede.

von Fabian Dilger

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