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Der Spielplatz an der Wilhelm-Busch-Straße: Hier wurden Bäume gefällt. Im vorderen Bereich wurde auch eine Senke im Boden verfüllt, in der die Kinder gespielt haben. 

In Bruck

Eltern kritisieren Kahlschlag an Spielplatz

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Einige Brucker Eltern sind sauer. Denn Mitarbeiter des Bauhofs haben etliche Bäume am Spielplatz nahe der Wilhelm-Busch-Straße im Norden der Stadt gefällt. Schattenplätze für die Kinder sind nun Mangelware.

Fürstenfeldbruck Auch wenn das Wetter momentan verrückt spielt: Der Frühling ist da und in der Sonne kann es schon richtig heiß werden. Gerade an solchen Tagen ist Juliane Schwarz (Name geändert) mit ihrem sechsjährigen Sohn bisher gerne an den Spielplatz nahe der Wilhelm-Busch-Straße gegangen. Doch heuer ist ihre Freude getrübt.

Denn Angestellte der Stadt haben dort vor einigen Wochen etliche Bäume gefällt. „Wir Eltern waren alle schockiert. Sollen wir jetzt Sonnenschirme mitnehmen, wenn unsere Kinder oder wir Schatten brauchen?“, fragt sie. Deshalb hat sich die Mutter an die Stadt gewandt.

Dort erklärte man ihr, dass Äste und Stämme teilweise aus Verkehrssicherungsgründen abgeholzt werden mussten. „Bei den gefällten Bäumen handelt es sich um etwa 15 Jahre alte Weiden und Pappeln“, präzisiert eine Rathaus-Sprecherin auf Tagblatt-Nachfrage. Diese seien damals gepflanzt worden, weil sie besonders schnell wachsen. „Zusätzlich wurden langlebige Ahorn- und Lindenarten eingesetzt.“

Regelmäßige Kontrollen

Ziel sei es gewesen, dass übergangsweise die schnellwüchsigen Arten Schatten spenden, später dann Ahorn und Linde. Seit einiger Zeit seien die Weiden und Pappeln von den anderen Bäumen überwachsen worden. „Bei den regelmäßig stattfindenden Kontrollarbeiten haben Fachleute des Bauhofs abgestorbene Bäume festgestellt und entschieden, diese zu fällen.“

Mutter will Spielplatz meiden

Juliane Schwarz und befreundete Eltern, die sich gerne mit ihrem Nachwuchs am Spielplatz treffen, können das nicht verstehen. „Etwa vier Fünftel aller Bäume und Sträucher sind weg. Es ist kahl“, sagt die Bruckerin.

Im Sommer wolle sie den Spielplatz nun meiden. „Wir können dort nicht mehr hingehen.“ Die Stadt kündigt derweil an, die Situation am Spielplatz im Auge zu behalten. „Wenn Ahorn und Linden die gewollte Schattenwirkung noch nicht entwickelt haben, wird im Herbst nachgepflanzt.“

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