Gründung vor 40 Jahren

Elternschule ist mehr als nur ein Ratgeber

Hilfe mit dem Schrei-Baby, ein Väter-Sohn-Tag, Theater für Groß und Klein: Seit 40 Jahren ist die Brucker Elternschule Anlaufstelle für Mamas, Papas und ihren Nachwuchs. Was als Pilotprojekt begann, ist inzwischen eine Erfolgsgeschichte.

Fürstenfeldbruck – Und auf einmal roch es auf der Theaterbühne nach Apfelkuchen. Martina Hübner, Leiterin der Brucker Elternschule West, erinnert sich noch gut: „Wir haben gemeinsam mit den Kindern ein Theaterstück aufgeführt. Und in diesem Stück wurde dann eben plötzlich ein Apfelkuchen gebacken. Das hatte einen ganz eigenen Zauber.“

Solche Theaterstücke mit Eltern und Kindern sind nur ein Teil des großen Programms der Brucker Elternschule, die nun ihr 40-jähriges Bestehen feiert. Seit 1978 bietet die Einrichtung Eltern in allen Lebenslagen Hilfe mit ihren Kindern an. In Gruppen, Kursen und Veranstaltungen bemüht sich die Schule, einen guten Rahmen für die Familienbildung anzubieten und Erziehende von Beginn an mit dem Nachwuchs zu begleiten. Und das nicht mit simplen Erziehungstipps, sondern Spielen und persönlichen Beratungsgesprächen. Und manchmal eben auch mit Apfelkuchen und Theater.

Anita Hess von der Stiftung Kinderhilfe rief die Brucker Elternschule 1978 ins Leben. Unter der Leitung von Ulrike Andrä startete die Familienbildungseinrichtung mit sieben Eltern-Kind-Gruppen. Es war ein Modellprojekt und in seiner Form im Landkreis einzigartig. Schnell übernahm die Institution, die seit 1980 von der Diakonie getragen wird, professionell die Arbeit, die zuvor in Kirchengemeinden und kleineren Vereinen ausgeübt worden war.

Inzwischen ist daraus ein breit gefächertes Programm entstanden: Aktuell werden Eltern-Gesprächsrunden, Schrei-Baby-Beratung, Spiel- und Lernprogramme für Kleinkinder, Kinderförderung zu Hause und vieles mehr angeboten. Und das an zwei Standorten: Die Elternschule Mitte ist seit 1984 an der Stadelberger Straße 25 zu Hause, ein Jahr später wurde die Elternschule West zunächst an der Buchenauer Straße 42 eingerichtet. Seit 1997 ist sie im Stadtteilzentrum West zu Hause – und seit dem vergangenen Jahr auch der Familienstützpunkt der Stadt Bruck mit Lotsen- und Beratungsfunktion.

Martina Hübner ist vor allem die familiäre Stimmung der Einrichtung wichtig: „Wir möchten eine offene Anlaufstelle für Eltern sein. Jeder soll sich willkommen fühlen.“ Das sei besonders in der heutigen Zeit wichtig: „Das Familienbild verändert sich. Inzwischen arbeiten beide Elternteile und die Erziehung muss man dann nebenbei auch noch schaffen.“ Dabei sind Hübner und ihre Kollegen nun schon seit Jahrzehnten behilflich.

Am heutigen Donnerstag wird der runde Geburtstag groß gefeiert: Das Marotte Figurentheater spielt um 15 Uhr in der Bibliothek in der Aumühle das Stück „Michel in der Suppenschüssel“. Es ist für Kinder ab fünf Jahren geeignet. Karten für vier Euro sind noch erhältlich. Am Abend folgt die Jubiläumsfeier für geladene Gäste ebenfalls in der Aumühle.

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