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Konversion des Fliegerhorstes Fürstenfeldbruck

Ende des Fursty-Moratoriums: Naturschützer drohen mit Klage

Der Bund Naturschutz kritisiert die Stadt, weil sie das Moratorium am Fliegerhorst für die Planungen von BMW ausgesetzt hat. Die Naturschützer wollen sich weiter für den Erhalt des Biotops auf Fursty einsetzen – notfalls mit einer gerichtlichen Klage, teilt die Kreisvorsitzende Eugenie Scherb mit.

Fürstenfeldbruck– Die Stadt habe entgegen des mit den Nachbargemeinden vereinbarten Moratoriums dem Druck von BMW nachgegeben und einer weiteren Ausweitung der Driving-Academy auf dem Flugfeld unter Auflagen zugestimmt. „Die bereits bestehenden Lärmschutz-Auflagen wurden bereits jetzt nicht eingehalten“, schreibt Scherb. Dem Stadtrat sei dabei wohl bekannt, dass eine weitere Ausweitung des Fahrbetriebs zu noch größeren Lärmbelastungen führten, die die von der Stadt geplante Entwicklung des Fliegerhorstes in Frage stellen würden.

Nach Meinung der Naturschützer hat so eine Einrichtung in einem so dicht besiedelten Landkreis nichts zu suchen. „Wir möchten hier noch einmal betonen, dass das Flugfeld des Fliegerhorstes ein FFH-Gebiet ist, das unter europaweitem Schutz steht. Kalktrockenrasen und magere Flachlandmähwiesen bieten zahlreichen geschützten Tier- und Pflanzenarten Lebensraum“, schreibt Scherb. Die Größe sei einmalig in Europa. Eine Rennstrecke für schnelle Autos und Motorräder habe die komplette Zerstörung des Biotops zur Folge. Die Stadt mache sich somit zum Handlanger der Umweltzerstörer.

„Der Bund Naturschutz wird sich weiterhin notfalls mit gerichtlicher Klage für den Erhalt dieses Biotops einsetzen, das einst von der bayerischen Staatsregierung als europäisches Schutzgebiet vorgeschlagen wurde“, knüdigt Scherb an. In der Fortschreibung des Regionalplans habe der Regionale Planungsverband die Fläche schon als Gewerbegebiet ausweisen wollen, was einen eindeutigen Rechtsverstoß darstellen würde. Scherb bedauert, dass die Stadt nicht mit dem Bund Naturschutz an einem Strang zieht. Die aktuell erarbeitete Räumliche Entwicklungs- Strategie des Landkreises weise das Flugfeld als „Fliegerhorst-Heide“ aus. „Dies käme einem künftigen Wohnumfeld näher, als eine lärmende Rennbahn mit Events bis spät in die Nacht.“  tb

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