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Gottfried Obermair und Werner Zauser.

Mitgliederversammlung 

Energie-Verein will mehr Dialog mit Bauern und mehr Windkraft

Das Zentrum für innovative Energien im Landkreis, kurz Ziel 21,will seinen Beitrag zum kompletten Umstieg auf Erneuerbare Energien bis 2030 leisten. Für den Weg dorthin hat sich der Verein nun bei der Mitgliederversammlung weitere Etappenziele gesetzt.

Fürstenfeldbruck – Im kommenden Jahr sollen Bildungsprojekte zum Thema Energie an Schulen ausgeweitet, Kooperationen mit Kirche und Landwirtschaft verstärkt sowie eine Energieagentur etabliert werden. Der Vorsitzende von Ziel 21, Gottfried Obermair (Germerswang), erinnerte zunächst an den Juni 2016, als er und seine Puchheimer Stellvertreter Ramona Weiß und Max Keil ihr Amt im Verein übernahmen. „Da mussten wir erst mal Basisarbeit leisten“, gestand Obermair. Nach dieser Akklimatisierungsphase konnten aber bereits in diesem Jahr nicht nur acht neue Betriebe als Partner gewonnen werden, sondern unter anderem mit Jürgen Honold aus Puchheim und Stefan Huber aus Oberschweinbach auch zwei neue Energieberater.

Obermair gab auch einen Überblick darüber, wo Ziel 21 im laufenden Jahr überall vertreten war: auf den Ökotagen in Puchheim, dem Tag des Kunden in Olching oder auf den Energietagen in Germering. „Obwohl dort generell wenige Besucher waren, waren die meisten bei uns am Stand“, erzählte Obermair, gestand aber auch: „Viele kennen Ziel 21 noch gar nicht richtig.“ Es sei daher die Herausforderung, die Leistung des Vereins im Landkreis bekannt zu machen.

Bei den Berichten der einzelnen Fachbereiche ließ Werner Zauser aufhorchen, als er über die Windkraft in der Region sprach. „15 bis 20 Anlagen ließen sich im Landkreis platzieren“, schätzte Zauser. Wie auch bekannt wurde, befindet sich Ziel 21 aktuell mit drei Kommunen aus dem westlichen Landkreis in Gesprächen, in denen bereits mögliche Flächen für Windkraftanlagen identifiziert wurden. Für eine Biomüllvergärungsanlage machte sich unterdessen Jakob Drexler vom Fachbereich „Bioenergie“ stark. „Wir haben im Landkreis die Energieproduktion mit Biomüll als Ziel.“

Mit den Zielen für 2018, Bildungsprojekte an Schulen zu forcieren und mit der Kirche zusammenzuarbeiten, hat Ziel 21 bereits heuer begonnen. Schüler des Gymnasiums Puchheim beispielsweise nahmen im Sommer an einer Energieradtour teil. Dabei wurden etwa Orte wie das Windkraftrad in Mammendorf oder das Wasserkraftwerk in Schöngeising besucht.

Zusammen mit dem Erzbischöflichen Ordinariat haben Vertreter von Ziel 21 hingegen die Liegenschaften der katholischen Kirche in Esting begutachtet und beratschlagt, wie man dort die Energieeffizienz steigern könnte. Mit vor Ort war damals Oliver Schwarz vom Fachbereich Haustechnik. „Hier kann man sehr viel Energie einsparen“, teilte der Emmeringer Heizungs-Experte den Mitgliedern mit.

Weil in der Landwirtschaft sehr viel Energie gebraucht werde, wolle man künftig mit Landwirten verstärkt in den Dialog treten, setzte Obermair einen weiteren Themenschwerpunkt fest. Dabei stünden hauptsächlich effiziente Speichersysteme im Blickpunkt.

Als drittes großes Ziel soll schließlich eine Energieagentur nach dem Vorbild Ebersberg etabliert werden, die unter anderem Strukturfragen wie Personal oder Fördermittel von Ziel 21 koordiniert. „Wir wollen uns nicht zu sehr an den Landkreis koppeln, sondern dadurch noch mehr auf eigenen Beinen stehen“, erläuterte Obermair, der gleichzeitig aber auch auf die Wichtigkeit der Fördergelder von Seiten des Landkreises verwies. (seo)

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