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Foodtruck-Festival 2023 abgesagt - Stadt wollte keine Parkgebühren mehr erlauben

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Von: Thomas Steinhardt

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Eine Frau und ein Mann stehen beim Foodtruck-Festival in Fürstenfeldbruck an einem Imbisswagen.
Herzhafte Burger oder Süßes, wie Apfelstrudel und Waffeln, gab es auf dem Foodtruck-Festival 2022 in Fürstenfeldbruck. © Weber

Die Mahavi-Group wird heuer in Fürstenfeldbruck kein Foodtruck-Festival veranstalten. Grund seien gestiegene Kosten und Auflagen. Die Stadt hält dagegen.

Fürstenfeldbruck - Nach einer zweijährigen Pandemie-Pause sei es den Veranstaltern des Foodtruck-Festival Fürstenfeldbruck trotz besten Wetters und rund 28 000 Besuchern an zwei Tagen leider nicht möglich gewesen, das 5. Festival 2023 ohne Eintritt wirtschaftlich zu gestalten, heißt es in einer Mitteilung vom Montag. Wegen erneut schwierigen Rahmenbedingungen durch neue Auflagen der Stadt, durch Energiekrise und nochmals gestiegene Kosten, und die immer noch anhaltende Zurückhaltung bei Sponsoren, habe das Veranstaltungsteam schweren Herzens die Entscheidung getroffen, das Festival um ein Jahr, auf den 22. / 23. Juni 2024, zu verschieben, heißt es weiter

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Reaktion der Stadt: Keine neuen Auflagen

Die Stadt Fürstenfeldbruck indes betont, dass es von Seiten des Ordnungsamts keine neuen Auflagen gegeben habe. Es seien keine Anträge von Veranstaltern eingegangen, daher seien auch noch keine Schritte in einem Genehmigungsverfahren eingeleitet worden. Auch eine Voranfrage sei nicht eingegangen, heißt es von Seiten der Stadt. „Die ordnungs- und sicherheitsrechtlichen Auflagen im Festsetzungsbescheid nach der Gewerbeordnung (Marktfestsetzung) haben sich vom Festival 2019 zum Festival 2022 nicht verändert“, so eine Sprecherin. Im Jahr 2022 seien also keine neuen Auflagen festgesetzt worden, welche beim Veranstalter erhöhte Ausgaben verursacht hätten.

Keine Parkplätze gegen Gebühr mehr

Allerdings: In einem Gespräch im Zusammenhang mit dem Thema „Veranstaltungen und Volksfestplatz“ sei angekündigt worden, dass die Veranstalter des Foodtrucks künftig die öffentlichen Parkflächen nicht mehr gegen Gebühr vermieten dürfen. „Sie sollten – wie bei anderen Veranstaltungen/Vermietungen auch – den Besuchern, und vor allem den Bürgern der Stadt für Einkäufe, oder Erledigungen in der Stadt uneingeschränkt kostenfrei zur Verfügung stehen“, heißt es. Sprich: Der Mahavi-Gruppe wurde in Aussicht gestellt, dass sie beim nächsten Foodtruck-Festival keine Parkgebühren am Volksfestplatz mehr erheben darf. Tatsächlich seien während der zurück liegenden Festivals die allermeisten Flächen am Volksfestplatz mit Flatterbändern abgetrennt und zu gebührenpflichten Abstellplätzen geworden, sagte die Sprecherin der Stadt, die bekanntlich ihrerseits ja (zumindest noch) keine Parkgebühren am Volksfestplatz verlangt.

Diese Lösung zugunsten der Veranstalter sei immer geduldet worden, sagte die Sprecherin der Stadt. Allerdings sei das einigen sauer aufgestoßen. Es habe auch Hinweise von Geschäftsinhabern in der Innenstadt gegeben, für die die kostenlosen Parkplätze zumindest in Innenstadtnähe natürlich wichtig sind. Die Einnahmen, die Mahavi aus der Parkplatzgebühr generierte, dürften höher gewesen sein als die Summe, die an die Stadt als Benutzungsentgelt zu überweisen war, vermuten Insider.

Trotzdem Hoffnung

Eine solche Großveranstaltung lasse sich heutzutage nur mit starken Partnerschaften und der vollen Unterstützung seitens der Stadt FFB realisieren, heißt es in der Mitteilung. Die gewonnene Zeit solle nun genutzt werden, um die neuen Rahmenbedingungen zu prüfen und das Konzept anzupassen. Die Veranstalter freuen sich über ein Feedback von Besuchern, sowie Anfragen von interessierten Foodtruckern und Sponsoren für 2024 unter homebase@foodtruckfestival- ffb.de

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