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Richard Bartels

Bitte um öffentliche Gelder

Ernährungsrat will Esskultur verbessern

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In der Region will sich ein Ernährungsrat formieren. Sein Ziel: Die Lebensmittelversorgung stärker zurück in die Region bringen, um die Wertschöpfungskette im Ernährungsbereich zu lokalisieren.

Fürstenfeldbruck– Die Gruppe um den Brucker Tierarzt Richard Bartels entstand in der Folge der Regionalkonferenz im Jahr 2016. Mit dabei waren Vertreter der Zivilgesellschaft (Slow Food, Bund Naturschutz), Direktvermarkter der Bauernquelle, mehrere Firmen aus Handel und Gewerbe, Vertreter der Metzger, der Politik, der Ernährungsbildung vom Amt für Landwirtschaft & Ernähung sowie der Kreisverwaltung (Agenda-Büro). Aktuell sei ein Gründungsausschuss damit befasst, den Rat auf den Weg zu bringen. 

Wie Richard Bartels außerhalb der offiziellen Tagesordnung den Mitglieder des Planungsausschusses des Kreistags erklärte, gebe es Ernährungsräte bereits in mehreren Städten (etwa Köln), aber noch nirgends auf Kreis-Ebene. Der Rat wolle sich einsetzen für Ernährungsbildung und Esskultur („Die gab es mal, wir sind dabei, sie abzuschaffen“) sowie für die ökologisch nachhaltige und faire Erzeugung samt Vermarktung. Bartels warnte unter anderem vor einem denkbaren Kollabieren der Lebensmittellogistik. Eine Stadt wie München hätte in einem solchen Falle nur Vorräte für zwei oder drei Tage, sagte er.

Der Ernährungsrat könne bei seiner Arbeit auf bereits bestehende Einrichtungen, etwa die Solidargemeinschaft Brucker Land, zurückgreifen. Ansprechpartner sollen neben Verbänden und der Politik auch Firmen sein. Welche Struktur (Verein?) der Rat haben soll, sei derzeit noch in Klärung.

Die Aktivisten wünschen sich personelle und auch finanzielle Unterstützung durch den Landkreis. Sie hoffen auf einen entsprechenden interfraktionellen Antrag. Dank des Agenda-Haushalts sei für 2018 die Verteilung von Flyern und das Aufstellen von Plakaten aber schon mal gesichert, sagte Michaela Bock vom Landratsamt.

Ein Beschluss fiel nicht. Aus der Mitte der angesichts der unerwarteten Zusatzrunde doch etwas überrascht wirkenden Kreisräte kam allerdings die Forderung nach einer konkreteren Vorlage.  st

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