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Erste günstige Wohnungen ab 2023

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Von: Andreas Daschner

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So könnte bezahlbarer Wohnraum auf dem Land aussehen: Die Wohnungsbaugesellschaft setzt hier auf Strukturen wie auf einem Gehöft auf einem klassischen Dorf.	grafik: grabow klause Architekten
So könnte bezahlbarer Wohnraum auf dem Land aussehen: Die Wohnungsbaugesellschaft setzt hier auf Strukturen wie auf einem Gehöft auf einem klassischen Dorf. © Grabow Klause Architekten

Die Wohnungsbaugesellschaft des Landkreises Fürstenfeldbruck macht Nägel mit Köpfen: Im kommenden Jahr sollen die Bagger erstmals rollen und bezahlbaren Wohnraum schaffen. Die neuen Apartments könnten bereits Mitte 2023 fertig sein.

Fürstenfeldbruck – Die Wohnungsbaugesellschaft hat sich in den kommenden fünf Jahren einiges vorgenommen: 15 Projekte könnte man laut Geschäftsführer Christoph Maier in dieser Zeit realisieren. Für ein Gesamtvolumen von satten 40 Millionen Euro würden etwa 200 bezahlbare Wohnungen für 500 bis 600 Menschen entstehen. „Für ein Start-Up wie uns eine anspruchsvolle Zielsetzung“, sagt Maier. Es sei herausfordernd. „Aber wir werden das schaffen.“

Verschiedene Projekte seien schon sehr konkret geworden, sagt der Geschäftsführer der Gesellschaft weiter. Genauer benennen könne er diese noch nicht, da die Übergabe der jeweiligen Grundstücke in die Wohnungsbaugesellschaft noch nicht abgeschlossen sei. Aber bei einem Projekt auf einem Areal des Landkreises soll die notarielle Beurkundung bis zum 1. Januar erfolgt sein.

Insgesamt wird der Landkreis vier Grundstücke in die Gesellschaft einbringen. Dabei dreht es sich um ein Grundstück mit rund 1000 Quadratmetern, zwei sind 500 bis 600 und ein weiteres rund 300 Quadratmeter groß. Für die beiden mittleren soll ab Januar die Planung entstehen. Dauer dafür laut Maier: rund ein halbes Jahr. Anschließend können dann die Bagger rollen. Als Bauzeit veranschlagt Maier etwa ein Jahr. Läuft alles optimal, könnten die Wohnungen also Mitte 2023 bezugsfertig sein.

Bürgerdialog

Davor muss die Wohnungsbaugesellschaft aber noch einige Hausaufgaben machen – allen voran die Beteiligung der Bürger. „Wir wollen frühzeitig in den Dialog mit den Bürgern eintreten“, sagt Franziska Baumann, Büroleiterin der Gesellschaft. Dabei soll sich nicht nur auf die im Bebauungsplanverfahren ohnehin vorgeschriebenen Beteiligungsschritte beschränkt werden. „Wir wollen transparent sein“, sagt Baumann.

Etwaigen Bedenken von Anwohnern, dass durch die billigen Wohnungen Ghettos entstehen könnten, tritt Maier bereits entgegen. Insbesondere in den Projekten im ländlichen Bereich lege man den Fokus darauf, Wohnraum für Einheimische zu schaffen. „Wir wollen ein Angebot zum Beispiel für junge Menschen schaffen, die daheim ausziehen, oder für ältere, die sich den Wohnraum dort nicht mehr leisten können, aber in ihrem Heimatort bleiben wollen.“

Für Landkreis-Bedienstete

Aber auch für Erzieher oder Feuerwehrleute soll bezahlbarer Wohnraum entstehen. Für das aktuell am schnellsten realisierbare Projekt auf den beiden Landkreisgrundstücken steht die Zielgruppe ebenfalls schon fest: Bedienstete des Landkreises sollen hier den Vorzug erhalten. Landrat Thomas Karmasin dazu: „Mitarbeiterwohnungen sind mittlerweile das entscheidende Argument bei der Einstellung von Personal.“

Um die Preise niedrig zu halten, hat die Wohnungsbaugesellschaft Planungen erstellen lassen, die sich überall gleich anwenden lassen. Eine Art Modulbauweise, die sich in Grundriss und Höhe beliebig kombinieren lässt. Dass dadurch ein baulicher Einheitsbrei entsteht, glaubt Maier nicht. Man könne auch mit wenig Geld anspruchsvoll und gleichzeitig nachhaltig bauen. „Der geförderte Wohnungsbau unserer Gesellschaft soll architektonisch ein Highlight sein.“

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