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Das muss fotografisch festhalten werden: Stadtwerke-Chef Enno Steffens (M.) mit OB Erich Raff (l.) und Vize-Landrätin Martina Drechsler.

Baubeginn in Fürstenfeldbruck

Erster Spatenstich für neue Stadtwerke

Nach diversen Verzögerungen wurde ein wichtiger symbolischer Akt vollzogen: der Spatenstich zum Stadtwerke-Neubau im Westen markiert den Auftakt der Bauphase.

Fürstenfeldbruck Noch zwei Jahre soll es dauern, bis die Stadtwerke Fürstenfeldbruck ins neue Gebäude umziehen können. Für März 2019 ist die Schlüsselübergabe geplant, erklärte Geschäftsführer Enno Steffens beim Spatenstich. In den Monaten darauf werden die Mitarbeiter dann in den Westen umsiedeln. Die Betriebsverlagerung ist seit langer Zeit Thema der Brucker Kommunalpolitik. Entsprechend viele Entscheidungsträger wollten dann auch beim Spatenstich dabei sein.

Alle Verantwortlichen betonten, wie wichtig der Neubau sei. Vor allem wegen des schlechten Zustandes der alten Gebäude in der Bullachstraße (Steffens: „Uns gammelt’s unterm Hintern weg“). Die alten Liegenschaften seien nicht mehr als Zentrale eines modernen Unternehmens geeignet, bestätigte Vize-Landrätin Martina Drechsler, während Oberbürgermeister Erich Raff erklärte, man wolle die Mitarbeiter für ihre Leistung und ihr Engagement in gewisser Weise auch belohnen. Der OB ist auch Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke. Deswegen sei er froh, dass der Neubau den Bürgerentscheid gegen den Standort überstanden habe: „Wir bewegen heute nur ein kleines Stück Erde, bringen aber die Stadtwerke ein ganzes Stück nach vorne.“

Der jahrzehntelange Running Gag an jeden Azubi („Gewöhn’ dich nicht ein, wir ziehen eh’ bald um“) ist damit Geschichte. Mittlerweile glaube auch die Belegschaft an den Umzug und freue sich auf „gute Bedingungen und mehr Platz“, sagte Betriebsratsvorsitzender Lukasz Spychalski. Die neue Heimstätte verband Steffens mit den großen Herausforderungen, die für den Energieversorger anstünden. Digitalisierung, demografischer Wandel und der komplette Umstieg auf regenerative Energien bis 2050 wären zu meistern. „Der Neubau ist der Schlüssel für unseren Erfolg.“

Dieser Schlüssel kostet auch einiges. Mittlerweile geht der Stadtwerke-Chef von 17,1 Millionen Euro aus. Darin sind auch Beträge für Ausgleichsflächen, eine Stichstraße sowie Reserven vorhanden. Die vorherige Kostenschätzung von 13,4 Millionen sei überaltet gewesen, die jetzt genannte Zahl die endgültige Marke, so Steffens: „Ich will keine Salamitaktik und kein Berlin 2.0. 17,1 Millionen sind die Ansage.“

Auf dem 14 000 Quadratemeter großen Gelände wird ein L-förmiger Gebäudetrakt mit Büros, Werkstatt, Lagergebäude und einem Betriebshof entstehen. 110 Arbeitsplätze werden dann im Westen untergebracht sein. Die neue Zentrale wird als energieffizientes Haus und barrierefrei gebaut.

Mit Behinderungen ist zu rechnen

Während der Bauarbeiten auf der so genannten Hundewiese kommt es zu einigen Verkehrseinschränkungen. Auf dem angrenzenden Grundstück der Stadtwerke werden nämlich noch Wohnungen errichtet. Die Stadtverwaltung weist deswegen darauf hin, dass bis Ende 2020 der Gehweg entlang der Hundewiese nicht benutzt werden kann.

Der Schulweg für Kinder vom Viscardi-Gymnasium wird auf die andere Straßenseite verlegt. Dazu wird auch eine Querungshilfe im Kreuzungsbereich Rothschwaiger/Cerveteristraße gebaut. Am ersten Schultag nach den großen Ferien werden Politessen den Kindern Hilfestellung leisten.

Der Radweg auf der gegenüberliegenden Seite der Baustelle an der Cerveteristraße wird für beide Richtungen freigegeben. Die Stadtverwaltung bittet die Verkehrsteilnehmer, besonders auf die Schulkinder aufzupassen. Die Tempobegrenzung von 30 Stundenkilometern, die beim Gymnasium und den Kitas schon jetzt gilt, wird während dieser Zeit auf den gesamten Baustellenbereich ausgedehnt.

Außerdem kommt es voraussichtlich in der Hubertusstraße und im gesamten West-Stadtteil während der Bauarbeiten zu einem höheren Verkehrsaufkommen. Über diesen Weg werden Lastwagen umgeleitet, damit sie geradeaus von der Rothschwaiger Straße in die schmale Zufahrt zur Stadtwerke-Baustelle fahren können

von Fabian Dilger

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