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Adelheid und Klaus Lindner sind in ihrem Leben oft umgezogen. Ihrer Ehe hat das nicht geschadet, eher im Gegenteil. Seit 60 Jahren sind sie verheiratet. Zum Jubiläum gratulierten Schwiegertochter Emilia und Sohn Heiko Lindner sowie der Zweite Bürgermeister Christian Götz (r.).

Diamantene Hochzeit 

Es war Liebe auf den ersten Blick durchs Fenster

Vor fast 40 Jahren haben die Eheleute Adelheid und Klaus Lindner mit Fürstenfeldbruck einen festen Wohnort gefunden. Eine noch längere Konstante ist ihre Ehe.

Fürstenfeldbruck – Vor Kurzem feierten Adelheid und Klaus Lindner in Fürstenfeldbruck ihren 60. Hochzeitstag. Zu diesem besonderen Jubiläum kamen Freunde und Verwandte im Gemeindesaal in der Gnadenkirche zusammen, wo es zuvor einen Gottesdienst mit eigens für die Lindners zusammengestelltem Programm gegeben hatte.

Dieses Bild zeigt das Paar bei ihrer Hochzeit vor sechs Jahrzehnten.

Adelheid und Klaus Lindner begegneten sich – beziehungsweise betrachteten sich – 1956 das erste Mal am Fenster ihrer jeweiligen Arbeitsstätte in Hannover. Vor seiner Einberufung in die Bundeswehr verdiente sich Klaus Lindner, ein gelernter Großhandelskaufmann, ein Taschengeld als Packer. Adelheid Lindner machte eine Lehre bei einem Arzneimittelgroßhandel. Von beiden Arbeitsplätzen aus hatte man das jeweils benachbarte Gebäude im Blick. So beobachten sich beide gegenseitig durch die Fenster. „Und dann habe ich sie draußen einfach mal angesprochen“, erzählt Klaus Lindner. „Wir kennen uns doch vom Fenster, habe ich gesagt.“ Geheiratet wurde dann, als er 22 war und sie 19. Nun sind sie 82 und 79 Jahre alt.

Viele Umzüge in einer langen Ehe

Schon die Hochzeit stand im Zeichen des Umzugs: Das frisch verheiratete Paar konnte sich erst einmal nur an den Wochenenden sehen, da Klaus Lindner von der Bundeswehr aus nach Roth versetzt wurde. Die zwei gemeinsamen Kinder kamen bei Cochem an der Mosel zur Welt. An die Moselregion erinnert sich das Paar gerne, einer ihrer liebsten Wohnorte aber sei Dänemark gewesen. „Dort konnte man sich als Oberstleutnant ein Haus leisten. Und die Leute waren alle sehr freundlich und nicht so rechthaberisch“, erinnert sich Klaus Lindner.

Neben Dänemark fühlt sich das Paar in Fürstenfeldbruck am wohlsten. Das liegt vor allem an der Nachbarschaft: „Damals sind alle frisch in die neuen Häuser eingezogen und es hat sich eine richtige Gemeinschaft gebildet. Den Nabel der Welt haben wir unsere Nachbarschaft immer genannt“, meint Adelheid Lindner. Ans Wegziehen denken die Lindners nicht – die vielen Umzüge hätten aber auch Vielfalt gebracht, was neben gelegentlichen Genüssen wie guten Restaurants für eine stabile Ehe unerlässlich sei.

Patentrezept fürs Zusammenleben

Über ein Patentrezept für eine gute Ehe, so Klaus Lindner, müsse man sich keine Gedanken machen. Man gleiche sich in seinen Gedanken und Empfindungen sowieso immer mehr an – und sie hätten nun schließlich 60 Jahre Zeit gehabt, ihre Kanten gegenseitig abzuschleifen.

von Alexa Bornfleth

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