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Der EU-Abgeordnete Manfred Weber (Mitte) im lockeren Gespräch mit der lokalen CSU-Prominenz. 

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EU-Abgeordneter besucht Neujahrsempfang

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Die christliche Prägung Bayerns auch in Europa hochhalten – das will der EU-Abgeordnete Manfred Weber. Beim Neujahrsempfang der Brucker CSU rief er dazu auf, weiter an den positiven Errungenschaften auf allen Ebenen zu arbeiten.

Fürstenfeldbruck – Schon der CSU-Ortsvorsitzende Andreas Lohde wies in seiner Begrüßung vor mehr als 200 Gästen im Barocksaal des Brucker Klosters auf den prägenden Jahrestag 2020 hin: Das Ende des Zweiten Weltkriegs, das sich am 8. Mai zum 75. Mal jährt. Dies griff dann auch Manfred Weber auf.

„Damals lag Europa in Schutt und Asche“, sagte er. Doch die damalige Politikergeneration habe den Mut gehabt, ihren Gegnern die Hand zu reichen und damit die Grundlage geschaffen, „dass wir seit 75 Jahren in Frieden und Freiheit leben dürfen“. Stolz dürfe man sein auf das, was seither erreicht wurde: wirtschaftliche Dynamik, gute medizinische Versorgung, innere Sicherheit und ökologische Fortschritte.

So schnell brennt eine Lunte

„Über die Lösung der Alltagsprobleme – was sicher wichtig ist –, darf man aber nicht das große Ganze vergessen“, sagte Weber. Alles Erreichte sei nicht automatisch gegeben. „Alle positiven Errungenschaften können zur Debatte stehen, wenn wir uns nicht darum kümmern“, betonte Weber. Das Beispiel Iran zeige, wie schnell eine Lunte brennen könne.

Der Europapolitiker warnte in der Iran-Krise aber davor, zu vergessen, wer das Problem sei. „Man muss nicht alles gut finden, was US-Präsident Donald Trump macht“, sagte Weber. Der Iran sei aber ein Terror-Regime, das versuche, eine ganze Region in Krisen zu stürzen. „Wir sollten uns immer bewusst machen, wo im Kern unsere Partner sind.“ Dies seien „wir im Westen – und der Iran ist das Problem.“

Die Rolle Europas in dieser Krise sei eine leise, nämlich die der Diplomatie. Überhaupt müsse Europa eine Friedensmacht werden, betonte Weber. Gleichwohl brauche man auch europäische Verteidigungsstrukturen, die einzelne Länder finanziell nicht mehr stemmen können. „Wir müssen unsere Kräfte bündeln.“

Wichtige Handelsabkommen

Handelsabkommen mit Drittländern seien wichtig, um unseren Wohlstand zu halten. Aber auch Lust auf Forschung müsse man haben, um gut aufgestellt zu bleiben. Weber schwebt zum Beispiel ein „Masterplan im Kampf gegen den Krebs“ vor. Auch in Sachen Klima müsse Europa voranschreiten. Der Schlüssel sei dabei aber nicht, den Leuten Angst zu machen, sondern technologische Innovationen zu präsentieren: „Ich will den Menschen nicht vorschreiben, wie oft sie in den Urlaub fliegen dürfen, sondern ein klimaneutrales Flugzeug entwickeln lassen.“

Bei dem Thema Digitalisierung stehe Europa angesichts von Datenmonstern wie Google vor großen Aufgaben. „Aber wer soll die Antworten geben, wenn nicht wir“, sagte Weber mit Blick auf Bayern und die CSU. „Wir müssen den rechten Dumpfbacken von der AfD sagen, dass sie mit ihren Giftspritzen aufhören sollen.“ Stattdessen müsse man den Orientierungsrahmen christlicher Prägung hochhalten, den Bayern und die CSU seit Jahrzehnten bieten.

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