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Jürgen Völkl ist Vorsitzender der Faschingsfreunde.

Auflagen sind nun doch erfüllbar

Faschingsfreunde feiern ihre Straßenfete doch

Die Faschingsfreunde sagen ihre Feier am Geschwister-Scholl-Platz im Brucker Westen nun doch nicht ab. Das bestätigen der amtierende Bürgermeister Erich Raff (CSU) und der Vorsitzende der Brucker Narren, Jürgen Völkl, auf Tagblatt-Nachfrage.

Fürstenfeldbruck–  Erst am Wochenende hatten die Faschingsfreunde das Outdoor-Fest abgeblasen. Der Grund: Polizei und Ordnungsamt hatten die Sicherheitsauflagen massiv erhöht. Unter anderem hieß es, die Veranstalter sollen die Zufahrten zu dem öffentlichen Platz mit Lastwagen blockieren, um zu verhindern, dass ein Auto oder Lkw in die Menschenmenge rasen könnte – wie es unlängst bei dem Anschlag in Berlin passiert war. Diese und weitere Auflagen zu erfüllen, wollte sich der Verein nicht leisten – die Verantwortlichen zogen zurück.

Nun aber wendet sich das Blatt. „Ich habe nochmal mit Herrn Völkl telefoniert, wir konnten alles regeln“, sagt Erich Raff. „Wir haben nun vereinbart, dass es ausreicht, wenn ein VW-Sprinter die Zufahrt blockiert“, erklärt Raff. Die Polizei geht damit d’accord. Es gehe nicht um die Farbe der Sicherungslastwagen, sondern darum, dass sie schwer genug sein müssten, um die beabsichtigte Funktion zu erfüllen. In die zweite Zufahrt vom Kino kommend – dort sind zwar hydraulische Poller eingebaut, diese sind allerdings defekt – will Völkl einen Traktor stellen. „Ich habe Kontakt zu einem unserer Mitglieder. Er kann uns da aushelfen.“

Des weiteren hatten Polizei und Ordnungsamt gefordert, dass Toilettenhäuschen aufgestellt werden müssen. Das will Völkl umgehen. „Wir sind in Gesprächen mit ortsansässigen Betrieben, damit die Besucher die Toiletten dort nutzen können.“ Die Dixie-Klos seien natürlich verzichtbar, wenn es Absprachen mit umliegenden Geschäften gibt, heißt es dazu von Seiten der Polizei.

Die Bushaltestelle am Buchenauer Bahnhof muss aber nach wie vor verlegt werden. Außerdem brauchen die Faschingsfreunde vier professionelle Sicherheitskräfte, die während der Feier anwesend sind.

Wie Raff erklärt, sollen sich die Vereinsmitglieder zusätzlich im Vorfeld der Feier mit den muslimischen Gemeinden in Verbindung setzen. „Das ist angebracht, weil die meisten der Gläubigen im Brucker Westen angesiedelt sind.“

Am Mittwoch hat Völkl den Antrag bei der Stadt abgegeben. Nun wird er von den Mitarbeitern im Ordnungsamt geprüft. „Die Faschingsfreunde werden feiern“, ist sich Raff sicher. „Ich sehe das entspannt.“ Bei der Polizei geht man davon aus, dass alle ursprünglich geforderten Auflagen erfüllt werden beziehungsweise ihrer Absicht Rechnung getragen wird. (st/vu)

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