Fliegenfischer aus vielen Ländern demonstrieren im Veranstaltungsforum ihre Wurfkünste.  

Erlebniswelt öffnet am Wochenende im Veranstaltungsforum

Faszination Fliegenfischen – Szene trifft sich wieder in Fürstenfeld

 Am Wochenende steht das Veranstaltungsforum im Zeichen der Fliegenfischer. Vom Fliegenbinden über Vorträge bis hin zu Wurfdemonstrationen ist den Besuchern ein buntes Programm geboten. Veranstalterin Michaela Stroh erklärt, was die Faszination Fliegenfischen ausmacht.

Fürstenfeldbruck

- Frau Stroh, was fasziniert Sie am Fliegenfischen?

Es ist hauptsächlich die Naturverbundenheit. Man ist draußen, beschäftigt sich mit der Natur und schafft gleichzeitig einen enormen Ausgleich zum Alltag. Es kommt auch eine Art Jagdtrieb auf, man geht direkt zum Fisch. Und neben dem Entspannungsfaktor ist es für mich auch etwas sehr Ästhetisches. Die Hauptunterschiede zum normalen Fischen sind die Bewegungsabläufe und die Technik. Beim Fliegenfischen ist man mehr in Bewegung.

-Was erwarten Sie sich von der Veranstaltung?

Wir erwarten uns wieder ein erfolgreiches Wochenende. Also rund 4000 Besucher und viele teilnehmende Firmen. Die Veranstaltung wird immer internationaler. Es finden Händler-Meetings und Jahresgespräche statt. Mit Teilnehmern aus über 20 Nationen sind wir der größte Anbieter mit dem besten Namen. Sowohl im Hobbybereich, als auch bei denen, die Business machen.

-Haben Sie ein Kinderprogramm?

Es gibt unter anderem einen Wettbewerb im Fliegenbinden in den Altersklassen bis einschließlich zwölf Jahren und von zwölf bis 17 Jahren mit Preisverleihung. Außerdem gibt es mehrmals am Tag speziell für Kinder Wurfstunden am Wurfpool. Damit wollen wir die Kinder und Jugendlichen ein Stück weit von den digitalen Medien zurück in die Natur holen.

-Was hat es mit dem Programm speziell für Frauen auf sich?

Viele Frauen denken, dass Fischen eine reine Männersache ist. Das stimmt aber nicht. Frauen werfen und fischen anders als Männer und darauf wollen wir eingehen. Mit Glenda Powell aus Irland haben wir jemand, die das sehr gut macht.

-Sie bieten eine lebende Werkstatt an. Was beinhaltet diese?

Die lebende Werkstatt „Von der Rute bis zur Fliege“ zeigt, was hinter dem Fliegenfischen an Hardware und Technik steckt, und wie sich die Materialien und Produkte entwickelt haben. Es werden unter anderem Angelbauer vor Ort sein. Außerdem zeigen Spezialisten, wie man die so genannten Wallets herstellt, in denen die Fliegen gelagert werden, und wie man richtig Leinen und Schnüre knüpft. Die lebende Werkstatt hat vergangenes Jahr viele Besucher angezogen.

Interview: Christoph Riegel

Die Fliegenfischer-Messe

im Veranstaltungsforum ist am Samstag von 9 bis 18 Uhr und am Sonntag von 9 bis 17 Uhr geöffnet. Die Tageskarte kostet 14, die Zwei-Tageskarte 25 Euro. Kinder unter 14 Jahre zahlen nichts.

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