Volle Fahrt voraus: Am Dienstag, 1. Mai, öffnet das Feldbahnmuseum wieder seine Lokschuppen.

Am Brucker Bahnhof

Feldbahnmuseum öffnet wieder: Geschichte auf Schienen

Seit mehr als 30 Jahren stellt das Feldbahnmuseum am Fürstenfeldbrucker Bahnhof nun schon Feldbahnen aller Länder, Farben und Formen aus. Und zeigt damit auch einen Teil europäischer Geschichte, der sich in den letzten 100 Jahren auf Schienen abgespielt hat.

Fürstenfeldbruck–  Feldbahnen wurden vor allem um die Jahrhundertwende für den Transport landwirtschaftlicher und industrieller Rohstoffe verwendet. Inzwischen sind diese Lokomotiven zumindest in Deutschland aus der kommerziellen Nutzung nahezu verschwunden. Nicht aber aus dem Museumssortiment von Heinz Dietmar Ebert, Ehrenpräsident der Interessensgemeinschaft. Für ihn endet nun die lange Winterpause – und das Museum öffnet wieder seinen Lokschuppen. Kurzer Geschichtsexkurs: Bis 1900 wurde das damalige Bruck von einem Modernisierungsschub erfasst. Der Anschluss an die Eisenbahnlinie München-Lindau war damals ein großer Meilenstein für die Geschichte Fürstenfeldbrucks.

„Die Vorfreude ist riesig“, sagt der Rentner, „wir haben die Wintermonate gut genutzt und freuen uns jetzt wieder auf die Gäste.“ Die kommen von überall her, um die dampf- und dieselbetriebenen Ausstellungsstücke zu bewundern. „Wir haben einen Stammbesucher aus Schweden, der kommt jedes Jahr. Das ist ein tolles Kompliment. Ich denke, die Kunden wissen unser Angebot zu schätzen.“

Dieses Angebot hat sich heuer nun um ein weiteres Exponat erweitert. Im Oktober kam die Gebus Feldbahnlok, Fabriknummer 33, in Bruck an. In ihrem Herkunftsland Österreich wäre die Lok wohl verschrottet worden, wäre das Museum nicht eingeschritten.

In der Winterpause hat man nun mit der Aufarbeitung der diesel-elektrischen Feldbahnlok mit Baujahr 1925 begonnen – und schon jetzt steht sie für Eisenbahn-Enthusiasten zur Besichtigung bereit. Außerdem gibt es ab diesem Jahr eine ständige Bilderausstellung über die Feldbahnen im Landkreis Fürstenfeldbruck und in Oberbayern.

Ab dem Eröffnungstag am Dienstag, 1. Mai, erzählen Heinz Ebert und seine Mitarbeiter mit ihren 16 Feldbahnloks, vier Draisinen und 82 Wagen bis zum Winter wieder ein Stück Zeitgeschichte auf Schienen. Gabriel Kroher

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