Rennen um AKK-Nachfolge: Nächster prominenter CDU-Politiker macht ernst

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Immer wieder kommt es an den Feldwegen an der B 2 zu gefährlichen Situationen oder gar Unfällen. Die Straßenbauer greifen jetzt ein.

Fürstenfeldbruck

Feldwege an B2 werden abgehängt: Die wichtigsten Straßenbaupläne in nächster Zeit

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Vertreter des staatlichen Bauamts Freising haben am Mittwoch ihre aktuellen Vorhaben im Landkreis dargestellt. Deutlich wurde dabei, dass das Straßenbauamt insgesamt eine solche Vielzahl an Projekten vor sich hat, dass Prioritäten gebildet werden müssen. 

Fürstenfeldbruck –„Wir können nicht alles gleichzeitig machen. Wir setzen Schwerpunkte“, sagte der neue Bereichsleiter Hans Jörg Oelschlegel, der in anderer Position früher schon einmal mit den Straßen in der Region Fürstenfeldbruck betraut war.

Wieder Klagemöglichkeit gegen die Olchinger Südwest-Umgehung

Ganz oben auf der Liste steht die wasserrechtliche Überarbeitung der geplanten Südwest-Umgehung Olchings, die wegen einer Änderung des Schutzgebiets nötig wurde. Derzeit wird noch geprüft, ob und welche Änderungen an den Straßenplanungen nötig werden. Die neuen Pläne sollen im Herbst 2019 bei der Regierung von Oberbayern beantragt werden. Der Bau soll im Jahr 2020 beginnen. Allerdings: Wenn die erneute Genehmigung erfolgt sein sollte, besteht wieder die Möglichkeit, Rechtsmittel gegen die Südwest-Umfahrung einzulegen, wie Hans Jörg Oelschlegel auf Nachfrage sagte.

Sprich: Obwohl für die Straße eigentlich bereits unumstößliches Baurecht besteht, könnte es erneut zu juristischen Auseinandersetzungen kommen. Allerdings müsse man erst mal abwarten, welches Gewicht denkbare Einwendungen hätten, sagte Oelschlegel. Letztlich geht es um die Frage, welche und wie viele Wasserdurchlässe nötig sind. Ein ähnliches wasserrechtliches Verfahren ist für die Erneuerung der Straße von Gröbenzell nach Lochhausen notwendig.

Leitplanken an der B 2 werden durchgezogen

Wie Karl Stecher von der Kreis-Straßenbehörde bei dem Gespräch erklärte, werden in Kürze die Leitplanken an der B 2 bei Puchheim-Ort auf Höhe des Reiterhofs auf beiden Seiten der Straße durchgezogen. Damit wird ein Abbiegen von der B 2 auf die beiden Feldwege unmöglich – erst unlängst gab es an der Stelle einen schweren Unfall. Es habe umfangreiche Gespräche mit allen Beteiligten (unter anderem Bauernverband und Feuerwehr) gegeben und alle seien sich einig, sagte Stecher. Abhängig vom Terminplan der Leitplanken-Baufirma rechnet Stecher mit einer Umsetzung der Maßnahme innerhalb der nächsten Wochen.

Die Einfahrt von Eichenau zur B 2

Nicht ganz so einfach umzusetzen ist das geplante Linksabbiegeverbot von der Roggensteiner Allee auf die B 2 bei Eichenau. Das Rechts-Abbiegen-Gebotsschild sei eines der am häufigsten missachten Straßenschilder überhaupt, sagte Stecher. Sprich: Ein Schild reicht nicht, man muss die Autofahrer durch bauliche Änderungen zwingen, rechts abzubiegen. Diese Planungen laufen.

Radwegplanung im Westen wieder aktuell

Wieder in Schwung geraten unterdessen die Gespräche über einen Radweg an der B 2 zwischen Hattenhofen und Mittelstetten bis zum Abzweig der FFB 4. Bislang scheiterte der seit langem diskutierte Bau des Wegs immer am Grunderwerb. Jetzt aber gebe es in dieser Hinsicht positive Signale, sagte Sylvia Pfister vom staatlichen Bauamt auf Nachfrage. Final abgeschlossen seien die Gespräche aber nicht.

So geht es mit der Amperbrücke in Bruck weiter

Im Hintergrund läuft derzeit die Ausarbeitung des Bauwerksentwurfs für die neue Amperbrücke in der Brucker Innenstadt. Das Planfeststellungsverfahren für die neue Brücke soll heuer oder 2020 beginnen. Der Denkmalschutz wird eine große Rolle spielen. Mit einem Baubeginn sei frühestens 2022 zu rechnen, so das staatliche Bauamt. Der Zustand der Brücke gilt als schlecht. „Wir können das Bauwerk auf Dauer nicht halten“, sagte Oelschlegel. Die Not-Instandsetzung der Brücke, die daher im Frühjahr für sechs Wochen gesperrt war, hat rund 200 000 Euro gekostet.

Die Kosten für den Bau der neuen Amperbrücke werden aktuell mit rund 2,5 Millionen Euro veranschlagt. Damit einhergehen sollen Verbesserungen für Radfahrer. Es werde ein besonderes Augenmerk auf die Gestaltung des Bauwerks gelegt, heißt es beim Straßenbauamt. Bei der Sperrung der Amperbrücke habe sich die Erfahrung bewahrheitet, dass sich die Verkehrsflüsse nach einiger Zeit einspielen. Für die Änderung von Ampelschaltungen gebe es keine zu 100 Prozent richtigen Prognosen. Das sei immer auch ein Lernprozess.

Straße bei Jesenwang wird fertig

Demnächst fertig sein soll die Erneuerung der Fahrbahn zwischen Jesenwang und der Einmündung der FFB 6 nach Grafrath. Im Folgenden soll die spitz zulaufende Einmündung verbessert werden. Außerdem wird auch der Rest der Straße Richtung Moorenweis erneuert.

Weitere Vorhaben in der Zukunft

Auf der Agenda des Straßenbauamts stehen weiterhin die Errichtung einer Ampel bei Germering an der Auffahrt zur A 96, der Bau eines Kreisverkehrs an der Kaisersäule bei Puch (Problem: Denkmalschutz, es ist ein Planfeststellungsverfahren nötig), der Ausbau der B 471 Esting/Geiselbullach sowie der Ausbau der B 471 zwischen Bruck-Ost und Esting. Die Planungen beginnen 2020 beziehungsweise 2021. Mittelfristig soll auch die B 2 in Fürstenfeldbruck saniert werden. Baubeginn ist für 2020 angedacht.

Außerdem Teil der Vorhaben sind Ortsumfahrungen für Mammendorf, Hattenhofen und Althegnenberg. Eine Umfahrung für Fürstenfeldbruck ist nicht Teil des bis 2030 geltenden Bundesverkehrswegeplans. Natürlich kenne er die Deichenstegtrasse, sagte Oelschlegel auf Nachfrage. Die alten Planungen für eine Umfahrung der Stadt Fürstenfeldbruck seien noch da. „Aber da passiert nichts mehr.“ 

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