Traditionsgaststätte

Festwirt will Brauhaus Bruck übernehmen

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Festwirt Jochen Mörz bewirtet mit seiner Familie Bierzelt in der Region Fürstenfeldbruck. Nun will er sich auf neuem Terrain engagieren – als Pächter des Brauhauses Bruck.

Jochen Mörz interessiert sich für das Brauhaus Bruck.

Fürstenfeldbruck – Paukenschlag beim Brauhaus Bruck: Die Suche nach einem neuen Wirt könnte schon bald beendet sein. Die Festwirte-Familie Mörz hat Interesse, die Gaststätte an der Augsburger Straße zu bewirtschaften, die seit einiger Zeit geschlossen ist. „Wir sind in intensiven Gesprächen mit der Brauerei“, sagt Jochen Mörz am Donnerstag auf Tagblatt-Nachfrage. Allerdings betonte er, dass noch nichts in trockenen Tüchern sei. „Wir haben nichts unterschrieben.“

Die Wirtschaft gehört der Schlossbrauerei Kaltenberg. Geschäftsführer Oliver Lentz bestätigt dem Tagblatt intensive Verhandlungen mit der Familie Mörz, sagte aber auch, dass noch andere Bewerber im Rennen seien. Klar sei: „Der Standort verdient eine gscheide Wirte-Familie.“

Demnächst soll eine Entscheidung fallen. Schließlich ist geplant, dass das Brauhaus am 1. Februar 2018 wieder eröffnet. „Der Termin ist vorbestimmt“, sagt Lentz und verweist auf das traditionsreiche Starkbierfest Ende Februar. Dafür wolle man keinen Caterer engagieren müssen.

Bewerber fürs Fürstenfeldbrucker Brauhaus gab es genügend

Die Brauerei sucht seit Monaten nach einem Nachfolger für den alten Brauhaus-Wirt Hannes Sattlegger. Dieser ist im vergangenen Jahr schwer erkrankt. Die Pächtersuche gestaltete sich aber schwieriger als gedacht.

Anfang des Jahres hieß es, dass das Brauhaus im späten Frühjahr wieder aufmachen kann. Letztlich musste die Wirtschaft samt Biergarten über den Sommer geschlossen bleiben. „Das war unschön“, sagt Lentz. Bewerber habe es genügend gegeben. „Doch wir können es uns nicht leisten, den Falschen zu nehmen.“ Das Brauhaus sei dafür mit seiner Tradition zu wichtig. „Das Objekt hat eine Aussage.“

Wirte-Familie Mörz betreibt zahlreiche Zelte auf Volksfesten

Sollte ein Vertrag mit der Festwirte-Familie Mörz zustande kommen, würde sich Wirtstochter Nadine Mörz federführend um die Gaststätte kümmern. „Mein Sohn und ich würden das Ganze begleiten“, sagt Jochen Mörz, der sich mit seiner Familie derzeit geschäftlich in Frankreich befindet. Er bewirtschaftet das Festzelt auf dem Pariser Oktoberfest, das am gestrigen Donnerstag eröffnet wurde. Anschließend, ab dem 25. Oktober, geht es weiter auf das Oktoberfest in Marseille.

Die Festwirt-Familie Mörz ist seit vielen Jahren in ganz Bayern unterwegs. Im Landkreis ist sie bestens bekannt. Jährlich betreibt sie unter anderem die Zelte auf den Volksfesten in Bruck, Puchheim und Mammendorf und der Maisacher Festwoche. Vor dem Hintergrund der laufenden Verhandlungen mit der Schlossbrauerei Kaltenberg sagte Jochen Mörz, es gebe Überlegungen, „den Bierzelt-Betrieb zu reduzieren“. Genaueres nennt er nicht, nur so viel: „Ich bin seit 26 Jahren auf Reisen.“

Rubriklistenbild: © Peter Weber

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