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Das Brucker Feuerwehrhaus liegt etwas abseits im Nordwesten der Stadt.  

Am Dienstag folgt die nichtöffentliche Tagung

Feuerwehr: Aufsichtsbehörden fordern Stadt zum Handeln auf

Fürstenfeldbruck – In Sachen Feuerwehr erhöhen die Aufsichtsbehörden den Druck auf die Stadt: Vor allem weil die Zehn-Minuten-Rettungsfrist nicht überall eingehalten werden kann, fordern Landratsamt und Regierung von Oberbayern entsprechende Reaktionen – und zwar bald. Am Dienstagabend will der zuständige Ausschuss nichtöffentlich beraten.

Auf Anfrage bestätigt ein Sprecher des Amts für öffentliche Sicherheit und Ordnung in der Kreisbehörde, dass die Stadt aufgefordert wurde, etwas zu unternehmen. Dabei gehe es gar nicht in erster Linie um das Fliegerhorstgelände. Denn der Feuerwehrbedarfsplan habe ja ergeben, dass auch in anderen Bereichen der Stadt Probleme auftreten.

Das Landratsamt moniert dabei unter anderem, dass die Anstellung hauptberuflicher Feuerwehrkräfte – vielleicht als Übergangslösung bis zum Bau einer zweiten Wache im Osten der Stadt – nicht betrachtet wurde. Der Sprecher des Sicherheitsamts: „Wir sind gespannt, wie die Stadt reagiert.“

Nach Tagblatt-Informationen will die Stadt nun tatsächlich den Bau einer zweiten Wache vorantreiben – vorausgesetzt ist natürlich die Zustimmung des Stadtrats und seiner Gremien. Nichtöffentlich beraten werden soll das Thema, weil bereits ganz konkrete Grundstücke für die neue Wache im Raum stehen. Im Vorfeld der Sitzung wurde unter anderem untersucht, welche Folgen die Anstellung hauptamtlicher Kräfte hätte. Ergebnis: Die Kosten wären zu hoch und außerdem würden mehr hauptamtliche Feuerwehrleute die ehrenamtlichen demotivieren.

Die Kosten für den Bau einer neuer Wache werden nach Tagblatt-Info auf rund 4,2 Millionen Euro (samt Grunderwerb und Fahrzeugbeschaffung) geschätzt. Fertiggestellt werden könnte der Bau 2019/2020.

Andreas Lohde (CSU), Feuerwehrreferent im Stadtrat, betont auf Nachfrage, dass der Hauptausschuss schon im Frühjahr 2016 das Thema behandelt hat, den sehr konkreten Vorschlägen der Verwaltung damals aber mehrheitlich nicht folgte. Lohde: „Es war ein Fehler des Gremiums, den Beschlussvorschlag zu verwässern.“ Nun gelte es, die verlorene Zeit aufzuholen.

Nach den Worten von Stadtbrandinspektor Michael Ott ist die Feuerwehr personell derzeit sehr gut aufgestellt. Zuletzt habe man neue aktive Mitglieder dazu gewonnen. „Einige von ihnen wohnen im Osten der Stadt. Sie wären potenzielle Kandidaten für die neue Feuerwache dort.“ Trotzdem ist Ott kein Fan der zweiten Wache. Denn der Bau bedeutet die Aufteilung des Teams. „Und wir sprechen nicht von einer kleinen Wache, sondern von einem großen Gebäude für bis zu 60 aktiven Mitgliedern.“ Im Laufe der Zeit werden sich nach Otts Einschätzung zwei eigenständige Wehren etablieren. „Ähnlich wie in Germering.“ Dann könnte es auch zwei Kommandanten geben.  (vu/st)

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