Beispielfoto: 726 Brände mussten die Einsatzkräfte 2017 löschen. 

Neujahrsempfang

Feuerwehr-Bilanz: 2333 Brandhelfer rücken 3300 Mal aus

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 Rund 160 Gäste sind der Einladung zum Neujahrsempfang der Kreis-Feuerwehr im Foyer des Landratsamtes gefolgt. Kreisbrandrat Hubert Stefan berichtete über die Lage der Feuerwehr.

Fürstenfeldbruck – 52 einzelne Feuerwehren gibt es weiterhin im Landkreis. 2333 Einsatzkräfte leisten hier ihren Dienst. Der Personalstand sei relativ konstant, sagte Stefan. Das sei aber kein Selbstläufer. Daher betreibe die Feuerwehr massiv Nachwuchswerbung, was sich auch auszahle. 280 Jugendliche sind bei den Wehren aktiv.

Die Zahl der Frauen steige ständig an. 174 sind es derzeit, mehr als je zuvor. Zum Vergleich: Im Jahr 2002 waren es 87. Insgesamt zählten die Wehren im Kreis im vergangenen Jahr, in dem es keine Großlagen gab, um die 3300 Einsätze. Diese Zahl steigt sanft, aber stetig an, wobei das Hochwasser im Jahr 2013 und der Sturm Niklas im Jahr 2015 natürlich für Ausreißer nach oben sorgten.

726 Mal brannte es im Jahr 2017. Zu technischen Hilfeleistungen mussten die Kameraden 1853 Mal ausrücken. 192 Sicherheitswachen wurden abgehalten und 296 Frist-Responder-Einsätze wurden gezählt. Die Zahl der Fehlalarme hat gegenüber dem Vorjahr leicht auf 243 abgenommen. Hubert Stefan wies auch auf die Möglichkeit für Feuerwehrleute hin, nach schwerwiegenden Vorkommnissen die psychosoziale Nachversorgung in Anspruch zu nehmen. „Den ein oder anderen Einsatz steckt man halt doch nicht so leicht weg.“

Wie Stefan außerdem berichtete, habe man bei Bränden immer öfter mit vermüllten Wohnungen zu tun. Brände entwickelten sich außerdem auch aufgrund moderner Bauweise teils intensiver als früher. Unfallschwerpunkte seien die B 471 und die B 2 – immer wieder müssten Feuerwehrleute hier eingeklemmte Personen aus ihren Wagen befreien. Hubert Stefan erinnerte auch an die Großübung im vergangenen Jahr am Schusterhäusl und den kuriosen Einsatz, als Feuerwehrleute einen Mann befreien musste, der in einen Altkleidercontainer gefallen war und nicht mehr selbstständig herauskam. Stefan: „Es gibt nichts, was es nicht gibt.“

Geehrt wurden diejenigen Jugendlichen, die den Wissenstest der Stufe vier (sie sind damit auch seit vier Jahren bei der Wehr aktiv) absolviert haben. Dies sind Magdalena Schmid (Althegnenberg), Kevin Weber (Althegnenberg), Stephan Appel, Bastian Fleckenstein und Pascal Habersaat (alle Bruck), Michael Riederer (Germering), Maximilian Kemether (Gernlinden), Joshua Grasmüller (Olching) und Daniel Niedermair (Germering-Unterpfaffenhofen). 

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