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Ott und Mai vor dem Plakat

In Bruck

Feuerwehr: „Wir brauchen mehr Leute!“

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Fürstenfeldbruck – Die Brucker Feuerwehr braucht dringend neue Mitglieder. Deshalb gehen die Rettungskräfte nun in die Offensive. Mit Plakaten werben sie um Freiwillige. Hintergrund ist auch, dass ein zweites Feuerwehrhaus gebaut werden muss.

 Neben der Feuerwache, in der Innenstadt, am Kloster: Überall in Fürstenfeldbruck hatten die Rettungskräfte ihre Plakate aufgestellt. Der Text darauf: „Wenn du nicht hilfst, haben alle ein Problem.“ Von wem die Banner sind, erschloss sich den Passanten erst bei genauerem Hinsehen. Am Rand der Plakate fand sich die Mail-Adresse der Brucker Feuerwehr.

„Wir wollten absichtlich erst Aufmerksamkeit erregen, ohne die Kampagne groß zu erklären“, sagt Stadtbrandmeister Manuel Mai. „Der Text mag vielleicht im ersten Moment hart und provozierend klingen“, gibt er zu. „Wenn man aber weiter darüber nachdenkt, wird die Aussage dahinter klar. Nur wenn sich viele Freiwillige finden, kann der Schutz der Bevölkerung weiter gewährleistet werden“, macht der Vize-Kommandant klar.

Die Plakat-Kampagne ist mittlerweile in die zweite Phase gegangen. Die Aktiven von der Feuerwehr haben die Banner ausgetauscht. Auf den Neuen zu sehen: Ein Feuerwehrmann und eine Kollegin reichen einem offensichtlich blutenden Verletzten die Hand. „Ich bin kein Held,... ich bin dein Nachbar! Hilf auch du,... komm zur Feuerwehr FFB“, lautet der Text. „Damit wollen wir sagen, dass jeder die Aufgaben bei der Feuerwehr bewältigen kann und dass man keine Vorkenntnisse braucht“, erklärt Mai.

Die aktiven Brucker und Pucher Kameraden helfen alle ehrenamtlich. Es gibt keine Berufsfeuerwehr wie etwa in München. Dabei hat die Große Kreisstadt mittlerweile rund 35 000 Einwohner. Laut Prognosen wird die Zahl steigen. Ein großes Problem: Der Wegzug der Bundeswehr-Feuerwehr aus dem Fliegerhorst. Momentan streitet sich die Stadt vor Gericht mit dem Verteidigungsministerium darüber, wer künftig für den Brandschutz dort zuständig ist. Eine große Rolle spielt dabei die gesetzlich vorgeschriebene Frist von zehn Minuten, innerhalb welcher die Feuerwehr eigentlich ihren Einsatzort erreicht haben muss. Zum Fliegerhorst brauchen die Helfer länger. Dasselbe gilt laut einer unlängst aufgestellten Studie auch für andere Stadtgebiete. Deshalb ist klar: Bruck kommt nicht um den Bau eines weiteren Feuerwehrhauses im Osten der Stadt umhin. Im Haushalt sind bereits Gelder eingeplant.

Doch das Gebäude zu bauen, Fahrzeuge und Gerätschaften zu kaufen, ist eine Sache. „Wenn wir nicht genügend Bürger finden, die sich auch für ihre Mitmenschen einsetzen, sieht es duster aus“, sagt Stadtbrandinspektor und Kommandant Michael Ott. Die Herausforderungen, die in den kommenden Jahren auf die Brucker Wehr zukommen, hängen schon jetzt wie ein Damoklesschwert über ihm.

Deshalb will die Feuerwehr ihre Kampagne, die im Juni 2015 startete, auch weiterführen. „Wir brauchen die Brucker Männer und Frauen“, sagt Vize-Kommandant Manuel Mai.

Interessierte

finden detaillierte Informationen im Internet unter www.feuerwehr-ffb.de.

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