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Neujahrsempfang

Feuerwehr: Die Zahl der Einsatzkräfte nimmt zu

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Nie zuvor hatten die Feuerwehren im Landkreis mehr Einsatzkräfte als derzeit. Fazit des Kreisbrandrats beim Neujahrsempfang der Kreis-Feuerwehr: „Das zeigt, dass wir auf einem guten Weg sind.“

Fürstenfeldbruck– 

Hatten die 52 Wehren im vergangenen Jahr 2333 Einsatzkräfte, so sind es nunmehr 2393, wie Kreisbrandrat Hubert Stefan berichtete. Die Steigerung entspreche der Größe einer mittleren Ortswehr, verglich Stefan, der auch beim Empfang im Landratsamt mit knapp 180 Besuchern mehr Gäste als je zuvor begrüßen konnte. „Das zeigt, dass viele uns wohlgesonnen sind.“

Auch Landrat Thomas Karmasin begrüßte, dass alle kommen, wenn ausnahmsweise mal die Feuerwehr ruft und nicht „wir die Feuerwehr“. Karmasin berichtete auch vom Interesse vieler Jugendlicher (derzeit 295) an der Feuerwehr. Das Problem sei eher, sie dauerhaft bei der Stange zu halten.

Mehr Frauen

Hubert Stefan erinnerte in seiner Rede daran, dass der Anteil der weiblichen Feuerwehrkräfte stetig zunehme. Tatsächlich zeigt die Statistik die Aufwärtsentwicklung: Gab es im Jahr 2002 87 Feuerwehrfrauen, so sind es nunmehr 178.

Was die Einsätze (insgesamt 3362) angehe, sei das Jahr 2018 ein eher durchschnittliches gewesen. Brände zählte die Wehr 823 (Vorjahr: 726), technische Hilfeleistungen 1776 (Vorjahr: 1853), Sicherheitswachen 207 (192), Fehlalarme 265 (243) und First-Responder-Einsätze 291 (296).

Im längerfristigen Vergleich, den Stefan auch vorlegte, wird deutlich, dass die Zahl der Einsätze insgesamt im Steigen begriffen ist. Beispiel: im Jahr 1997 wurde die Wehr 1792 mal gerufen. Ein neues Phänomen sei die steigende Zahl der erbetenen Unterstützungen für den Rettungsdienst, berichtete Stefan, dem es wichtig ist, dass die Wehr ein absolut seriöses Bild von sich vermittelt. Im Schnitt werde jeden Tag neun Mal eine der Wehren im Kreis gerufen.

Schule mit Trichter-Dach

Stefan ging auch auf den Schnee-Einsatz Mitte Januar im Oberland ein, als die Brucker Kreiswehren an drei Tagen je um die 50 Kräfte zur Unterstützung losschickten. Stefan sah hier Verbesserungspotential bei der Einsatz-Koordinierung. So seien die Brucker beispielsweise an jenem Freitagnachmittag erst angefordert worden, dann wieder nicht, um am Abend letztlich doch noch gerufen zu werden.

Ein ironisches Lob hatte Stefan in diesem Zusammenhang für die Berufsschule Bad Tölz („architektonisch ganz toll“) übrig. Das Dach bestehe aus Trichtern, in denen sich der Schnee natürlich erst recht sammele. Insgesamt sei der Unterstützungseinsatz aber als Erfolg zu werten – dies auch, weil alle nicht zuletzt dank guter Ausbildung wieder gesund nach Hause gekommen seien.

Bedauernd berichtete Stefan, dass es weiterhin nicht gelinge, genügend Plätze an der Feuerwehrschule zu ergattern. Als Feuerwehrler freilich dürfe man sich nicht auf andere verlassen, sondern müsse eben selbst Lösungen finden – so geschehen bei einem größeren Lehrgang in Mammendorf.

Wissenstest

Deutlich wurde beim Empfang auch, dass insgesamt mit verschiedenen Aktionen sehr viel Wert auf die Nachwuchsausbildung gelegt wird. Unter anderem nahmen 129 Jugendliche – wieder ein Rekord – am Feuerwehr-Wissenstest 2018 teil, der immer zentral im Landkreis (unter vom Kreisbrandrat erbetenen Beisein des Landrats) durchgeführt wird. Die zehn Jugendlichen, die die Stufe vier absolvierten, erhielten beim Empfang persönlich ihre Urkunden. Dies waren: Johannes Weiß (Emmering), Thomas Mairhofer (Geiselbullach), Florian Keller, Monika Koller, Sarah Lichti (alle Germering), Yannick Hartmann (Gernlinden), Julia Pöller (Mammendorf), Fenja Wolf (Olching), Eduard Gashi und Louis Kinztel (beide Unterpfaffenhofen).

Insgesamt sei die Nachwuchs-Entwicklung im Landkreis gut, hieß es. Trotzdem werde dieses Thema die Wehren noch vor große Aufgaben stellen.  st

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