Das Feuerwehrhaus wird erweitert.
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Das Feuerwehrhaus wird erweitert.

Es wird angebaut

Feuerwehrhaus in Aich drohte der Abriss - doch das ist nun vom Tisch

  • Ingrid Zeilinger
    vonIngrid Zeilinger
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Das Feuerwehrhaus im Fürstenfeldbrucker Stadtteil Aich ist nicht mehr zeitgemäß. Es drohte der Abriss. Doch jetzt ist eine Lösung gefunden – und zwar in Form eines Anbaus.

Fürstenfeldbruck/Aich - Stufen im Gebäude, kein zweiter Rettungsweg im Unterrichtsraum und obendrein passt das neue Einsatzfahrzeug nicht in die Garage: Das Feuerwehrhaus im Fürstenfeldbrucker Stadtteil Aich ist nicht mehr zeitgemäß. Es drohte der Abriss. Doch dann wären Brandhelfer und Schützen vorerst heimatlos geworden. Jetzt ist eine Lösung gefunden – und zwar in Form eines Anbaus.

Das Feuerwehrhaus wurde 1978 ohne staatliche Förderung gebaut. So mussten keine Normen eingehalten werden. Aber nun kämpfen die Planer mit dem Haus. Denn die Substanz ist so gut, dass man es nicht wegreißen möchte, erklärte Thomas Keller vom Ingenieurbüro IBG im Finanzausschuss der Stadt Bruck. Es soll stehen bleiben und ergänzt werden. Eine größere Fahrzeughalle, Umkleiden und Sanitäranlagen für die Feuerwehrleute sollen in einem Anbau untergebracht werden, der alle brandschutzrechtlichen Anforderungen erfüllt.

Mit diesem Umbau werden auch alle Stufen im Haus beseitigt. Es wird bis auf den Unterrichtsraum im Dachgeschoss barrierefrei. Dieser bekommt über eine Treppe den erforderlichen zweiten Fluchtweg. Vor der Garage werden so genannte Alarmparkplätze realisiert – hier stellen die Einsatzkräfte ihre Privatautos ab, eilen zu den Umkleiden und dann zu den Löschfahrzeugen. Damit gibt es einen klaren An- und Abfahrtsweg. „Niemand kommt sich in die Quere“, erklärte Keller.

Im alten Haus bringt man ein Büro für den Kommandanten, Werkstatt oder Kleiderkammer und Lager unter. Den Gemeinschaftsraum nutzen Feuerwehrleute und Eichengrün-Schützen gemeinsam. Dazu kommen Umkleiden, ein Büro und ein Lager für die Schützen. Zwei Jahre soll der Umbau dauern. Er kann bei laufendem Betrieb erledigt werden. Nur die Schützen müssen für Arbeiten am Schießstand eine Pause einlegen.

Die erste Kostenschätzung liegt bei 1,5 Millionen Euro, wobei Themen wie eine energetische Sanierung und der Austausch aller Fenster nicht eingerechnet sind. Im Haushalt der Stadt sind für das Projekt zwei Millionen Euro vorgesehen.

Die Pläne kamen bei den Stadträten gut an. Bei der ersten Begehung habe er sich gefragt, wie da was draus werden kann, erinnerte sich Feuerwehrreferent Andreas Lohde (CSU). „Nun ist es eine Verbesserung für die Feuerwehr und die Schützen.“ Dieter Kreis (ÖDP) und Willi Dräxler (BBV) kritisierten, dass für den Anbau zehn Bäume gefällt werden müssen. Der Finanzausschuss segnete das Projekt trotzdem ab. Mit den Detailplanungen – angeregt wurde unter anderem eine PV-Anlage auf dem Dach und Solarthermie – befasst sich nun der Bauausschuss. Und die Zeit drängt. Denn das neue und zu große Einsatzauto wird bereits im Oktober 2022 geliefert. Daher soll bis dahin möglichst die Fahrzeughalle fertig sein.  imu

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