Erich Raff spricht in Sachen Parkplätze mit der Klinikleitung.

Bürgerversammlung

Feuerwehrhaus und Parkplatz-Probleme im Fokus

Der Bau der zweiten Feuerwache, ein Fußgängerüberweg an der Pucher Straße und der Parkplatz-Mangel im Klinikviertel beschäftigen die Brucker. 

Fürstenfeldbruck – Das wurde bei der ersten Bürgerversammlung in diesem Jahr deutlich. Im Saal des Lichtspielhauses stellten Bürger aus Gelbenholzen, Lindach, Neulindach und dem Stadtteil Mitte OB Erich Raff (CSU) ihre Fragen. „Wenn wir schon einen Kinosaal haben, dann wollen wir ihn auch nutzen“, sagte er.

OB: Bruck brauchteine zweite Wache

Ein Bürger wunderte sich über den Bau des zweiten Feuerwehrhauses an der Flurstraße im Brucker Osten. Er könne die Notwendigkeit nicht nachvollziehen, sagte er. Zumal die Emmeringer Feuerwache ganz in der Nähe liege. „Über die Emmeringer Feuerwehr können wir nicht bestimmen“, entgegnete Raff. Die Amperstadt brauche eine zweite Feuerwache. Denn vom westlichen Stadtrand aus erreichen die Brucker Feuerwehrleute den Osten und Fursty nicht innerhalb der gesetzlich vorgeschriebenen Frist: „Da sind uns die Hände gebunden“, sagte Raff. Es sei schon länger bekannt, dass ein Neubau kommt. Bisher habe es jedoch Schwierigkeiten mit der Grundstückssuche gegeben.

Mehrfach beklagt wurde in der Bürgerversammlung die Parkplatzsituation im Klinikviertel. Seit die Psychiatrie eröffnet wurde, seien die Straßen zu Parkplätzen für die Einrichtung verkommen, sagte ein Mann aus der Danziger Straße. Man sei mit der Klinikleitung im Gespräch, so Raff. Bei Ergebnissen würden die Bürger informiert.

Auch eine Anwohnerin der Dachauer Straße übte Kritik – an der Kreisklinik. „Wir finden keine Parkplätze mehr“, sagte sie. Ihr Vorschlag: Man könnte einen Parkausweis für Anwohner einführen, wie etwa in München. Ein solcher Ausweis wird in Bruck aber nicht kommen: „Es ist rechtlich nicht möglich“, sagte Raff.

Von Dauerparkern sprach ein Anwohner der Stadelbergerstraße. Manch einer würde sein Auto dort eine Woche lang abstellen. Mit einer Parkscheibenpflicht könne man dieses Problem lösen, sagte er. Damit habe man sich schon beschäftigt, entgegnete Raff. Die Mehrheit der Anwohner sei jedoch dagegen.

Schülerlotsen für Grundschule gesucht

Bereits 2014 hatte Franz Nierlein einen Zebrastreifen in der Pucher Straße beantragt. Der zuständige Ausschuss hat dem sogar schon zugestimmt. „Es ist bis heute nichts passiert“, monierte Nierlein nun aber in der Bürgerversammlung. Raff musste ihn allerdings enttäuschen. „Es tut mir leid, aber wir können ihn dort nicht realisieren.“ Das war nach zwei Ortsterminen entschieden worden. Die Stadt will sich aber nach einem anderen nahegelegenen Standort umschauen.

Auf offene Ohren stieß Nierleins zweiter Vorschlag. Man könne an der Philipp-Weiß-Grundschule nach Unterrichtsende Schulweghelfer einsetzen. „Es werden dringend welche gesucht“, sagte Raff. Wer darauf Lust habe, könne sich jederzeit im Rathaus melden.

Was in Neulindach auf dem Gelände des ehemaligen Grimmplatten-Werks passiere, wollte eine Bürgerin wissen. Sie habe von 250 Wohnungen gehört, die dort neu entstehen sollten. Das Grundstück stehe zum Verkauf, sagte Raff. Doch fix sei bisher noch überhaupt nichts, die Verhandlungen laufen noch. Es gebe zwar „grobe Überlegungen“, so der OB. Doch von 250 Wohnungen habe er nichts gehört.Fabian Dilger

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