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Auf Nummer sicher: E-Autos werden nach Unfällen in einem Abrollbehälter mit Wasser gekühlt.

Fürstenfeldbruck

Im Notfall werden sie im Container geflutet: E-Autos nach Unfällen brandgefährlich

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Im Kampf gegen den Klimawandel wird fleißig für die Elektro-Mobilität als Lösungsansatz geworben. Und während in der Politik noch über die Wirksamkeit dieser Technologie gestritten wird, sehen die Feuerwehren ein ganz anderes Problem mit den E-Autos auf sich zukommen.

Fürstenfeldbruck – Brennende Elektro-Autos haben in jüngster Vergangenheit in Deutschland für Aufsehen gesorgt. Denn im Gegensatz zu den Modellen, die mit Benzin oder Diesel betrieben werden, ist die Brandbekämpfung bei den E-Mobilen bedeutend aufwändiger. Teils wird beinahe die doppelte Menge an Wasser benötigt, um das Feuer zu löschen. Und selbst dann ist die Gefahr noch nicht vollends gebannt.

Brand in den Folgetagen möglich

Das Problem sind die Lithium-Ionen-Batterien in den Elektro-Fahrzeugen. Werden diese beschädigt, steigt der Löschaufwand enorm – auch weil die Batterien oft nur schwer zugänglich im Fahrzeugboden verbaut sind. Durch die Batterien entsteht noch eine weitere Schwierigkeit: Nehmen sie bei einem Unfall schweren Schaden, kann es auch in den Folgetagen durch thermische Reaktionen zu einem Brand an dem Fahrzeug kommen.

Wasser-Container nötig

Die einzige Möglichkeit, das effektiv zu verhindern, ist die anhaltende Kühlung der Batterien. Dazu werden die Autos für mehrere Tage in einem mit Wasser gefluteten Container aufbewahrt, um einen erneuten oder auch erstmaligen Ausbruch eines Feuers zu unterbinden.

Im Landkreis ist ein solcher Fall bisher noch nicht aufgetreten. „Ich kann mich nicht einmal an einen Unfall mit einem E-Auto erinnern“, sagt Kreisbrandrat Hubert Stefan. Trotzdem wollen sich die Feuerwehren auf solche Fälle vorbereiten. Denn die Zahl der Elektro-Fahrzeuge im Landkreis wird weiter steigen. Und damit auch die Möglichkeit, dass diese an einem Unfall beteiligt sind.

In Fortbildungen für die Kommandanten der Landkreisfeuerwehren standen die Elektro-Autos schon mehrfach auf dem Programm. „Das Thema ist bei uns präsent“, erklärt Kreisbrandrat Stefan. Er sieht die Feuerwehren deshalb gut vorbereitet. Es sei auch nicht das erste Mal, dass sich die Feuerwehren auf neue Fahrzeugtypen einstellen müssten. „Schon bei Hybrid- oder mit Gas betriebenen Autos mussten wir mit ähnlichen Situationen umgehen“, erklärt der Kreisbrandrat.

Die Sicherheitsdatenblätter

Damit die Feuerwehr am Einsatzort überhaupt weiß, mit welchem Fahrzeugtyp sie es zu tun hat, gibt es die sogenannten Sicherheitsdatenblätter. Auf denen sind sämtliche technische Daten erfasst, die für die Einsatzkräfte von Bedeutung sind. Neben der Antriebsart und dem Motorenaufbau ist das zum Beispiel auch die Platzierung der Airbags. Der Zugriff erfolgt ganz einfach über das Kennzeichen des Unfallwagens.

Neuer Behälter

Das Wissen um das richtige Vorgehen ist die eine Sache. Das auch in der Praxis umsetzen zu können die andere. Das Landratsamt ist deshalb gerade dabei, einen Abrollbehälter für die Feuerwehren zu besorgen. In diesem Container kann das Unfallfahrzeug nach der Bergung dann sicher gelagert und gekühlt werden. Der Abrollbehälter soll zentral im Landkreis stationiert sein, damit im Bedarfsfall alle Feuerwehren darauf zugreifen können. Die Kosten dafür übernimmt der Landkreis.

Auch interessant: Der Blaulicht-Ticker für die Region FFB

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