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2026 zieht die Bundeswehr ab, zeigt Standortältester Michael Traut bei Neujahrsempfang mit seinen Fingern.

Neujahrsempfang im Fliegerhorst

Freud’ und Leid des späteren Abschieds

  • vonDieter Metzler
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Die Offizierschule der Luftwaffe soll den Standort Fürstenfeldbruck unabhängig von den anderen Dienststellen der Bundeswehr im Jahr 2023 verlassen. Das wurde beim Neujahrsempfang deutlich.

Fürstenfeldbruck – „Wenn also in den letzten Jahren die Finger einer Hand genügten, um die verbleibende Zeit der Bundeswehr in Fursty darzustellen, so muss ich in diesem Jahr die zweite Hand zur Hilfe nehmen“, sagte der Standortälteste und Kommandeur der Offizierschule der Luftwaffe, Brigadegeneral Michael Traut beim Neujahrsempfang am Fliegerhorst, und hob beide Hände in die Höhe. Dass der Standort bis voraussichtlich 2026 militärisch genutzt werde, liege an den Verzögerungen der Bauarbeiten an den zukünftigen Standorten, an die die Einheiten verlegt werden.

Datum bleibt

Dies habe jedoch nicht zur Folge, dass sich die Zeitlinien für den geplanten Umzug der Offizierschule nach Roth ändern. Das Datum ist unverändert der Sommer 2023, so Traut zu den 200 geladenen Gästen im Saal des Offizierheims. Der Fliegerhorst beherbergt aber eine Reihe weiterer Dienststellen, die alle für sich genommen eigene Umzugsplanungen haben.

Vize-Landrätin Martina Drechsler (CSU) meinte bei ihrem Grußwort, für all diejenigen, die am Standort beschäftigt oder von ihm wirtschaftlich abhängig sind, seien das positive Nachrichten. Und den Kommunen bleibe ebenfalls somit mehr Zeit, über die Nachnutzung von Fursty nachzudenken.

„Des einen Freud, des anderen Leid“, sagte OB Erich Raff (CSU). Freude darüber, dass eine eng mit Bruck verbundene Institution drei Jahre länger bleibe. Zur Freude gehöre auch, dass die Brucker Bürger weiterhin die „beste Erbsensuppe der Welt“ auf dem Christkindlmarkt genießen dürfen. Zum „Leid“ oder anders ausgedrückt, zur „Mühsal“ zählt die bisherige Arbeit des Konversionsteams mit seinen vielen Planungen, Besprechungen und Sitzungen, die zu einem Teil damit wohl „in den Sand gesetzt“ werden. 

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