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Serge Schimpfle kümmerte sich um die Fliegerhorst-Konversion.

Nach Ablauf des Moratoriums

Fliegerhorst: Konversions-Manager verlässt das Rathaus

Das Moratorium zum Fliegerhorst ist abgelaufen. Nach einem Jahr der Ruhe und Planung sollen nun die Weichen für das künftige Stadtviertel gestellt werden. Doch genau jetzt steht die Stadtverwaltung ohne Konversionsmanager da. Serge Schimpfle hat um die Auflösung seines Vertrages zum 1. September gebeten.

Fürstenfeldbruck– Schimpfle war mit den Planungen für den Fliegerhorst betraut, gab Gutachten in Auftrag und erarbeitete in Zusammenarbeit mit dem städtischen Bauamt ein Konzept für die Entwicklung des Bundeswehrareals. Dort soll ein Mix aus Wohnungen und Gewerbe entstehen. Gestalten wollen es die Bürgermeister der vier angrenzenden Gemeinden Bruck, Maisach, Emmering und Olching gemeinsam, so lautet zumindest die Absichtserklärung nach dem Ablauf des Moratoriums.

Doch nun muss die Stadt erst einmal die offene Stelle wieder besetzen. OB Erich Raff (CSU) bedauert Schimpfles Weggang. „Er hat von sich aus um die Auflösung seines Vertrages gebeten“, berichtet der Rathauschef. „Wir haben noch versucht, mit ihm zu sprechen.“ Doch Schimpfle habe sich nicht mehr umstimmen lassen. „Sein Entschluss scheint länger gereift zu sein.“ Die Hintergründe sind nicht bekannt. Raff sagte nur, es habe keine Konflikte mit anderen Mitarbeitern gegeben.

Ungünstig sei der Zeitpunkt immer, sagt Raff. „Aber es wäre schlimmer, wenn man jetzt angreifen müsste.“ So werden erst einmal die Gutachten erstellt. Er hofft, dass bis zum nächsten Jahr, wenn die Ergebnisse vorliegen, ein Ersatz gefunden ist. Bis dahin wird der stellvertretende Bauamtsleiter Markus Schnödt, der sich schon jetzt in Vertretung um den Fliegerhorst gekümmert hat, Schimpfles Aufgaben übernehmen.

Trotz allem müssen in den nächsten Monaten die ersten Weichenstellungen folgen. Zum einen gilt es, über einen Vertrag mit BMW zu sprechen, und auch über die Zusammenarbeit mit den anderen Kommunen. Bei den Stadträten herrscht aufgrund der Situation Verunsicherung. So hat Walter Schwarz (SPD) den Antrag gestellt, das Thema Konversion des Fliegerhorsts auf die Tagesordnung der nächsten Stadtratssitzung zu nehmen. Er wünscht Informationen über das Moratorium, zumal die Bundeswehr das Areal 2023 verlassen wolle. Er fürchtet, die Stadt stehe dann ohne Konzept da. Daher müsse man ein neues Zeitkonzept für den Konversionsprozess erarbeiten.

Ingrid Müller

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