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Flüchtlinge wehren sich gegen Verlegung

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Asyl
Beispielfoto © dpa / Uli Deck

Die Polizei musste am Mittwochvormittag erneut zu einem Großeinsatz in der Einrichtung für Asylbewerber am Brucker Fliegerhorst ausrücken. Die Stimmung unter den Flüchtlingen wurde hinterher als sehr aggressiv geschildert.

Fürstenfeldbruck - Auslöser war die Bitte der Regierung um Amtshilfe: Ein nigerianisches Paar und dessen Zwillingskinder sollten in eine andere Unterkunft nach Garmisch-Partenkirchen verlegt werden – für die Polizei durchaus Routine. Allerdings wehrte sich das Paar massiv gegen die Verlegung. Dass diese bevorstand, hätten die beiden Betroffenen definitiv gewusst, berichtete ein Sprecher der Polizei.

Die Mutter habe regelrecht hysterisch reagiert, warf sich auf den Boden und biss einen Polizisten in die Hand, wobei dieser nicht verletzt wurde, wie ein Sprecher der Polizei auf Nachfrage sagte. Weil sich die Lage immer mehr aufschaukelte, rückten weitere Polizisten zur Unterstützung an. Diverse andere Flüchtlinge nigerianischer Herkunft hätten sich solidarisiert – die Polizisten standen einer aufgebrachten Menge an Flüchtlingen gegenüber. Die Lage sei tatsächlich als bedrohlich zu empfinden gewesen, hieß es. Letzten Endes sei es aber gelungen, das Paar auf die Dienststelle zu bringen und die Situation zu beruhigen, berichtete der Polizeisprecher. Neben anderen Einsätzen habe es auch in der vergangenen Woche einen größeren Vorfall gegeben, bestätigte er. Ein Asylbewerber sei von mehreren anderen Flüchtlingen unter anderem mit einem Ast massiv verprügelt worden. (st)

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