Gescheiterter Aufnahmestopp

Grippewelle hat drastische Folgen: Kreisklinik muss Betten sperren

Die Grippewelle hat auch das Fürstenfeldbrucker Klinikum erreicht. Mehr Patienten und weniger Personal sorgen dort für Engpässe. Sogar Betten müssen immer wieder gesperrt werden.

Fürstenfeldbruck – Pflegedirektor Wilhelm Huber spricht von einem extrem hohen Personalausfall. 21 Krankenschwestern und Pfleger waren am Dienstag krank gemeldet. Bei der ohnehin angespannten Personallage ist es schwer, so den Schichtbetrieb aufrecht zu halten. „Wir mussten im Einzelfall auch Betten sperren, da viele Patienten mit Influenza- und Norovirus aufgenommen wurden.“ Und bei diesen hoch ansteckenden Krankheiten dürfen die weiteren Betten im Zimmer nicht belegt werden.

Die Notaufnahme ist laut Huber noch relativ gut besetzt. Jeder Patient wird behandelt. „Wir müssen momentan noch nicht sperren.“ Allerdings habe man in der Nacht auf Mittwoch versucht, einen Aufnahmestopp für die Stationen zu verhängen – ohne Erfolg. Es mussten immer wieder Patienten in die Zimmer verlegt werden.

Geplante Operationen finden weiter statt

Für Personalrat Holger Geißler kommen zwei Dinge zusammen: Der ohnehin hohe Krankenstand beim Personal bedingt durch die Überbelastung und die Grippewelle. Der Zustrom der Patienten nehme dagegen ständig zu. Immer wieder müssen daher auch Patienten aus der Kreisklinik in andere Krankenhäuser verlegt werden. Geplante Operationen finden aber statt. Auch ein Aufnahmestopp ist noch nicht im Gespräch. Pflegedirektor Huber fürchtet, dass das Ende der Welle noch nicht erreicht ist. Die Lage sei seit zwei Wochen prekär. „Ich habe das Gefühl, sie spitzt sich weiter zu.“ 

Ähnliche Sorgen hat man in der Kreisklinik Wolfratshausen.

imu

Rubriklistenbild: © dpa / Sebastian Gollnow

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