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Die neuen Förster (v.l.) Tilo Scholze und Friedrich Wendorff sollen Waldbauern in Sachen Klimawandel beraten. 

Fürstenfeldbruck

Forstamt holt sich Verstärkung

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Der Wald bekommt den Klimawandel zu spüren. Waldbauern müssen reagieren. Um sie besser beraten zu können, hat das Forstamt personell aufgestockt. Die neuen Förster Tilo Scholze und Friedrich Wendorff verstärken das Team.

Fürstenfeldbruck – Scholze betreut die drei nördlichen Reviere in den Kreisen Dachau und Fürstenfeldbruck. Wendorff ist für die drei südlichen Reviere in Landsberg, am Ammersee und bei Türkenfeld zuständig. Sie sollen 2000 Waldbauern dabei unterstützen, etwa 7500 Hektar Wald fit für die Zukunft zu machen.

„Seit 1860 ist die Temperatur im Jahresmittel um 1,5 Grad gestiegen“, sagt Amtsleiter Günter Biermayer. Damals setzten sich Fichten-Monokulturen durch. Heute leiden viele Wälder unter dem Temperaturanstieg. „In unserer Region sieht es noch besser aus, hier hat es häufiger geregnet.“ Dennoch sieht Biermayer Handlungsbedarf.

Trockenheit schadet der Fichte

„Vor allem die Trockenheit schadet der Fichte“, erklärt Förster Scholze. Dass die Lehmböden immer ausreichend Wasser speichern und einen Puffer bilden, „darauf sollte man sich nicht verlassen“, ergänzt Anita Ottmann, Leiterin des Forstreviers Fürstenfeldbruck. Schotterstandorte hätten schon jetzt große Probleme, so Biermayer.

Mischbestände müssten gefördert werden. Dabei darf der Wald nicht sich selbst überlassen werden. Junge Fichten könnten sich noch weiter ausbreiten. Viele Laubbäume litten dagegen unter Wildverbiss. Am liebsten würde Biermayer ohne Zäune auskommen, um den Waldtieren nicht den Lebensraum zu verkleinern. Dabei seien aber die Jäger gefragt. „Das Jagdgesetz schreibt vor, dass die Bestände so zu halten sind, dass eine Verjüngung des Walds ohne Schutzmaßnahmen möglich ist.“ Waldbesitzer müssten hier das Gespräch suchen.

Wie der Waldumbau erfolgt, müsse im Einzelfall vor Ort entschieden werden, sagt Wendorff. Wichtig sei vor allem, dass sich die Waldbauern helfen lassen. „Was man macht, hängt auch davon ab, was der Waldbesitzer will“, so der Förster. Wenn vermehrt Feuerholz gefragt ist, müsse man anders vorgehen, als wenn das Holz auch für den Bausektor verwertet werden soll. 

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