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Ihren 90. Geburtstag hat Johanna Steer (M.) gefeiert. Es gratulieren (h.v.l.): Sparkassen-Chef Klaus Knörr, Stadtrat Andreas Lohde, Tochter Mechtild Steer, Sohn Thomas Steer, Schwiegertochter Bettina Baudisch-Steer sowie (v.v.l.) die Enkelkinder Killian Kutschenreiter, Johanna Steer mit Freund Axel Fischer (r.) und Christoph Steer. An der Wand hängt ein Foto ihres verstorbenen Ehemanns, dem früheren Bürgermeister Max Steer.

Aus dem Familienalbum

Bei ihr lernten viele Brucker Lesen

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Gefühlt hat die halbe Stadt bei Johanna Steer Lesen und Schreiben gelernt. Auch Tagblatt-Fotograf Peter Weber oder Stadtrat Klaus Quinten gehörten an der Philipp-Weiß-Schule zu den Schülern der Ehefrau des 2009 verstorbenen Bürgermeisters Max Steer. Nun feierte sie ihren 90. Geburtstag.

Fürstenfeldbruck – Noch immer nimmt die gebürtige Freisingerin rege Anteil am Geschehen der Stadt und der Welt. Das zeigt sich nicht nur durch die tägliche Lektüre der Zeitung oder von fremdsprachigen Büchern, sondern auch durch ein Tablet, mit dem die Jubilarin vor allem Kontakt zu ihren drei Enkeln hält.

Kinder waren es auch, die ihr berufliches wie privates Leben prägten. In ihrer Heimatstadt begann Steer, die keine Geschwister hatte, die Ausbildung zur Grundschullehrerin. Obwohl sie in verschiedenen Gemeinden als Junglehrerin arbeitete, blieb ihr eine Station besonders in Erinnerung: „Die schönste Stelle hatte ich in Hohenpeißenberg“, erinnert sich die 90-Jährige. Dort habe sie die Landschaft und die Aussicht am meisten genossen.

Der Lehrerberuf verhalf der Jubilarin ebenso zum privaten Glück. Denn auf einer Fortbildung in Landsberg lernte sie ihren Max kennen, den sie 1955 in ihrer Geburtsstadt Freising heiratete. Im gleichen Jahr wurde sie an die Philipp-Weiß-Schule in Fürstenfeldbruck versetzt, in der sie bis 1978 tätig war. Für das Lehrer-Ehepaar, Max Steer hatte als Sonderschullehrer gearbeitet, war diese Versetzung Grund genug für den Umzug nach Bruck.

Für Hobbys hatte Steer wenig Zeit. „Sie hat für sieben Leute den Haushalt gemacht und auch noch die Großeltern versorgt“, erinnert sich Tochter Mechthild Steer. Auch die Verpflichtungen als Bürgermeistergattin von 1978 bis 1990 hätten viel Zeit in Anspruch genommen. Die Jubilarin legte viel Wert darauf, sich mit den Vertretern der Partnerstädte in deren Landessprache zu unterhalten. Auch Italienisch und Spanisch sprach sie fließend.

Heute hält sie sich mit Telegymnastik fit. Außerdem genießt Steer unter der Woche den Gang zum Mittagessen ins nahe ihrer Wohnung gelegene Landsratsamt: „Ich komme dorthin und die haben für mich gekocht.“

Auch interessant: Max Steers langjähriger Widersacher Willi Buchauer.

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