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Wieder ein Rückschlag

Frauenfußball – beim SCF ein Auslaufmodell

Die Frauen- und Mädchenfußballabteilung beim SC Fürstenfeldbruck ist nach acht Jahren Geschichte. Der ohnehin kriselnde Verein könnte damit auf einen Schlag weitere mindestens 60 Mitglieder verlieren.

Fürstenfeldbruck Von den einst zwei Frauen-Mannschaften sowie fünf Juniorinnenteams ist nur noch eine U17-Elf übrig geblieben. Doch auch deren Zukunft ist ungewiss. Es fehlt ein Übungsleiter.

Gründungsvater Osman Akyüz, der sich vor drei Jahren zurückgezogen hat, ist über diese Entwicklung erschüttert und enttäuscht. Dem Verein unter der Leitung von Präsident Jakob Ettner wirft er Gleichgültigkeit vor. Die Entwicklung sei lange vorhersehbar gewesen, kritisiert Akyüz. „Der Vorstand hätte früher eingreifen müssen.“ Niemand im Verein habe ein wirkliches Interesse an einem Fortbestand der Abteilung gezeigt, so Akyüz.

„Wir wurden kurzfristig vor vollendete Tatsachen gestellt“, erklärt dagegen Fußballchef Alfred Thurner und bekommt Unterstützung von Alexandra Mück. „Die Entwicklung hat sich die erste Mannschaft selbst zuzuschreiben“, sagt die zuständige Abteilungsleiterin Alexandra Mück, die ihren Rückzug zum Ende der Saison schon bei der Jahreshauptversammlung am 24. April deutlich erklärt hatte. Dennoch fand sich niemand, der die Frauenriege übernehmen wollte.

2009 war die Frauen- und Mädchenabteilung samt ihrem Leiter Akyüz nach einem Zerwürfnis mit dem benachbarten TSV-West-Präsidenten Günter Eichinger geschlossen zum SCF übergewechselt. Damals hatte das für viel frischen Wind beim Kreisstadtverein gesorgt und das am Boden liegende Vereinsleben durchaus belebt. „Ich habe seinerzeit dem SCF auf einen Schlag 60 neue Mitglieder beschert“, blickt Akyüz zurück.

Während seiner fünfjährigen Zeit als Trainer, Abteilungsleiter und kurzfristig sogar als Vizepräsident des SCF wuchs die Zahl der fußballspielenden Frauen und Mädchen bis auf 150 Aktive an. „Ich habe viel Zeit investiert und auch persönlich viel Geld reingesteckt in die Abteilung“, so Akyüz. Zusammen mit seinem späteren Nachfolger Carsten Lauer habe er Sponsoren besorgt. „Es lief bestens.“ Zur Blütezeit befanden sich zwei Frauenteams im Punktspielbetrieb, hinzu kamen fünf Nachwuchsteams. Das jährliche Hallenturnier avancierte zum größten Frauenturnier in Oberbayern. Akyüz: „Als ich aufgehört habe nach der Saison 2013/14, habe ich eine gut geführte Abteilung übergeben.“

Doch schon mit seinem Nachfolger zeigten sich die Frauen nicht einverstanden. Carsten Lauer warf schon nach sechs Monaten das Handtuch. Klub-Legende Gerhard Knöchel sprang ein, bis die vom FC Puchheim gekommene Alexandra Mück die Abteilung übernahm. Mit ihr kehrte auch Hans Renke zum SCF zurück. Der Torwarttrainer übernahm die Kreisliga-Elf im November, nachdem Norbert Wagner die Doppelbelastung als Spielertrainer beim SV Inning zu viel geworden war.

Als Vertrauensbruch betrachtete Mück schließlich, dass im März die Frauen hinter ihrem Rücken den Nachfolger als Trainer ablehnten. Damit war auch bei ihr jegliches Interesse an der Abteilungsführung erloschen. Mitspielerin Jennifer Stark kümmerte sich zuletzt darum, dass die Kreisliga-Elf zumindest die Punktspielsaison mit dem Nichtabstieg noch ordentlich zu Ende brachte.

Der einst ruhmreiche SCF hatte im Verlauf der letzten Jahre nach Tennis- und Stockschützen-Abteilung (beide wurden eigenständige Vereine) auch die Tischtennis-Riege an den TuS Fürstenfeldbruck verloren. (dm)

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