Gemeinsam für Berlin: Susanne Droth und der Brucker Kreisvorsitzende Hans Friedl wollen die Freien Wähler im Herbst erstmals in den Bundestag führen.
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Gemeinsam für Berlin: Susanne Droth und der Brucker Kreisvorsitzende Hans Friedl wollen die Freien Wähler im Herbst erstmals in den Bundestag führen.

In Fürstenfeldbruck

Freie Wähler nominieren Bundestagskandidatin nach

  • Andreas Daschner
    vonAndreas Daschner
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Aus der Fürstenfeldbrucker Stadtpolitik ist der Name Droth kaum noch wegzudenken. Jetzt soll er auch in Berlin bekannt werden: Susanne Droth will für die Freien Wähler im Stimmkreis Fürstenfeldbruck/Dachau in den Bundestag einziehen.

Fürstenfeldbruck – Eigentlich hatten die FW im April bereits den Pucher Unternehmer Otmar Tholler nominiert. Doch der musste seine Kandidatur aus gesundheitlichen Gründen zurückziehen. Für ihn bewirbt sich mit Susanne Droth nun eine neue Kandidatin, bei der „die Politik mit am Frühstückstisch sitzt“, wie sie selbst sagt.

Zwar ist die 50-jährige Bruckerin bisher zumindest politisch das einzig unbeschriebene Blatt ihrer Familie. Ehemann Markus sitzt aber seit vielen Jahren im Brucker Stadtrat, Sohn Quirin ist ihm als Nachrücker für Franz Neuhierl kürzlich gefolgt. Tochter Veronika engagiert sich im Stadtjugendrat. Susanne Droth trat bislang nur als Stadtratskandidatin ins Blickfeld. Sie schaffte den Einzug nicht, ist nun aber erste Nachrückerin, sollte nach Neuhierl ein weiterer Freier Wähler sein Mandat niederlegen.

Verantwortung übernehmen

„Ich habe immer gesagt, dass ich eigentlich keine Politikerin bin“, sagt Susanne Droth. Warum sie nun trotzdem gleich in die große Bundespolitik strebt, begründete sie bei der Nominierungsversammlung im Brucker Stadtpark so: „Politik heißt nichts anderes, als in der Gesellschaft Verantwortung zu übernehmen.“ Und das tue sie bereits seit ihrem zwölften Lebensjahr – im Ehrenamt in vielen Brucker Vereinen. Warum also nicht auch in der Politik? Zumal viele politische Themen in ihrer Familie verankert seien.

Wegen ihrer Kinder habe sie besonderes Interesse am Thema Bildung. „Mich stört etwa, dass man in manchen Bundesländern Ausbildungen machen kann, die es in anderen nicht gibt“, sagt sie. Man müsse mehr länderübergreifend tun. Auch die regionale Versorgung und die erneuerbaren Energien lägen ihr am Herzen.

Dass sie sich nun für die FW bewirbt, diese Themen in Berlin zu verfolgen, verdankt die Gruppierung einem Parteiwechsel ihres Mannes Markus. Der war lange Jahre in der CSU – und mit ihm auch Susanne Droth. „Aber nicht mit Herzblut“, wie sie betont. Als Markus Droth 2019 zu den FW wechselte, sei sie froh gewesen. „Denn hier fühle ich mich auch zuhause.“

Der Brucker FW-Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Hans Friedl findet es zwar schade, „dass Otmar Tholler die Krankheit eingeholt hat“. Er schloss sich aber der Dachauer FW-Chefin Martina Purkhardt an, die sagte: „Mit Susanne Droth haben wir auf die Schnelle eine sehr gute Kandidatin gefunden.“ Susanne Droth wurde von den 22 Stimmberechtigten einstimmig nominiert.

Auch interessant: Die Wahl zum Bundestag 2021 in der Region Fürstenfeldbruck/Dachau

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