Karl Danke ist Referent für Städtepartnerschaft des Stadtrats.

Freundschaft zu Livry darf was kosten

50 Jahre Städtepartnerschaft mit Livry-Gargan, das will natürlich gefeiert werden: Die Stadt hat einiges an Programm geplant. Deswegen wird jetzt der Feier-Etat um 10 000 Euro aufgestockt.

Fürstenfeldbruck– Im Juni kommt eine 21 Personen starke Delegation aus Livry-Gargan, der Stadt im Pariser Umland. Es wird ein Wochenende lang das 50-jährige Jubiläum der Städtepartnerschaft mit Fürstenfeldbruck gefeiert. Dass die Geldmittel für das geplante Programm jetzt noch einmal aufgestockt werden, liegt laut Karl Danke (BBV) daran, dass man den Etat schon im vergangenen Herbst ansetzen musste, damals waren 30 000 Euro eingeplant. „Vieles hat sich jetzt erst im Laufe der Planungen ergeben“, erklärte der Referent für Partnerstädte im Haupt- und Finanzausschuss, wo sein Antrag behandelt wurde.

Zum Beispiel plant man für Sonntag, 25. Juni, ein Bürgerfest am Niederbronner Platz. Die Kosten für das musikalische und kulturelle Rahmenprogramm seien „schwer kalkulierbar“, so Danke. Mittlerweile ist auch eine Festschrift für das 50-jährige Jubiläum geplant, welche Stadtrat Franz Neuhierl (FW) federführend erstellt. Auch diese werde teurer kommen als ursprünglich gedacht, sagte Dritte Bürgermeisterin Karin Geißler (Grüne).

Ein Festabend im Veranstaltungsforum ist mit rund 10 000 Euro der bisher größte geplante Einzelposten. „Wenn man das Kloster schon hat, dann sollte man das auch herzeigen“, meinte Danke. Gleichzeitig betonte er aber auch, dass man nicht mit beiden Händen bedenkenlos Geld ausgebe: „Wir schauen schon, wo wir sparen können.“ So stellt sich zum Beispiel Oberbürgermeister Erich Raff (CSU) als Busfahrer für die Abholung der Gäste vom Flughafen zur Verfügung.

Und beim Bürgerfest hoffe man, dass man deutlich billiger komme als die bisher eingeplanten knapp 6000 Euro. Für die Erhöhung auf 40 000 Euro Fest-Etat votieren alle Stadträte. „Wenn man einlädt, dann sollte man auch nicht knauserig sein“, meinte Andreas Lohde (CSU) und Phillip Heimerl (SPD) fand den finanziellen Mehraufwand für dieses „besondere Datum“ angemessen.

Aber Karin Geißler und der abwesende Erich Raff – er ließ es von Geißler ausrichten – ließen zumindest ein klein wenig Irritation durchblicken, dass die Kosten nun noch weiter gestiegen seien. „Es war zuerst ein wenig kleiner geplant“, gab auch Franz Neuhierl zu. Doch man wolle eben möglichst viele Bürger daran teilhaben lassen: „Da sollen alle etwas davon haben.“ Als Stadt solle man nicht so schofel agieren wie zum Beispiel beim 25-jährigen Jubiläum. Damals gab es einen Festabend in der Wittelsbacher Halle und das Festessen fand lediglich in der Polizeikantine statt, erinnerte Neuhierl. Durch die Bank wurde auch die Meinung der Stadträte deutlich, dass die deutsch-französische Freundschaft in diesen bewegten Zeiten wieder dringend aufgefrischt werden müsse. Der Kontakt nach Livry-Gargan sei leider nicht mehr so intensiv wie früher. (fd)

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