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Friseuere verdienen ab dem 1. Mai bayernweit mehr Geld.

Raus aus der Schmuddelecke

Friseure bekommen mehr Geld

Fürstenfeldbruck – Gute Nachrichten für Friseure: Sie verdienen ab dem 1. Mai bayernweit mehr Geld.

Mitarbeiter können ein Plus von 2,3 Prozent verzeichnen, Salonleiter bekommen bis zu 3,5 Prozent mehr. Das verkündete der Obermeister der Brucker Friseurinnung Josef Wieser bei der Jahreshauptversammlung.

Er hat die Lohnerhöhung im Bundesinnungsverband mit vorangetrieben. Denn obwohl der bayerische Friseur im Bundesdurchschnitt am besten verdiene, hafte ihm immer noch das Image des Schlechtverdieners an. Durch das Gehaltsplus sollen Friseure aus der Schmuddelecke rauskommen.

Die Betriebe im Brucker Land betrifft das aber kaum. Sie bezahlen ihre Angestellten laut Wieser sowieso schon übertariflich. „Sonst könnten viele ihre Mitarbeiter gar nicht halten.“ Das Leben im Speckgürtel von München ist teuer. Gerade die hohen Mieten bereiten auch dem Innungsobermeister Sorgen. Er befürchtet, dass in den nächsten Jahren viele Mietverträge für Läden auslaufen. Was folgt, sind satte Preiserhöhungen. Wer diese als Saloninhaber nicht in die Kalkulation miteinberechnet, kann sich nicht halten. „Das wird vor allem für die Billigläden zum Problem.“

Aber auch teurere Geschäfte werden sich räumlich verändern. Wiesers Prognose für die nächsten fünf Jahre: „ Friseure werden aus den Hauptstraßen verschwinden und in die Nebenstraßen gehen.“ Gerade Neugründungen würden schwieriger.

Eine positivere Entwicklung verspricht da eine neue App. Die soll es Salonleitern leichter machen, für Arbeitssicherheit zu sorgen. Mit der App lässt sich eine Gefahrenbeurteilung erstellen, die jeder Betrieb vorweisen muss. Das verlangt und überprüft die Berufsgenossenschaft.

Die App führt virtuell durch den Laden: Nutzer machen Angaben zu Beleuchtung, Boden oder Installationen. Zum Schluss wird eine Beurteilung erstellt und erklärt, welche Maßnahmen gegebenenfalls ergriffen werden müssen. Damit sparen sich Innungsmitglieder die Kosten für einen externen Sicherheitsbeauftragten. (ew)

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