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Fronleichnam im Freien : Die Prozessionen machen gewöhnlich, wie hier 2018, an mehreren Stationen und Altären Halt, die meist prächtig geschmückt sind. das geht heuer nicht.

Fürstenfeldbruck

Fronleichnam diesmal ohne Prozession

  • Ingrid Zeilinger
    vonIngrid Zeilinger
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Fronleichnam gehört zu den großen katholischen Feiertagen. Die Gläubigen tragen das Allerheiligste – die Hostie als Leib Christi – in einer Prozession durch die Straßen.

Fürstenfeldbruck –  Der Pfarrverband Fürstenfeld begeht diesen Tag mit einer zentralen Feier in der Klosterkirche – je nach Wetter mit oder ohne Prozession. Doch in diesem Jahr gibt es keinen Zug, unabhängig vom Wetter.

„Wir lassen die Prozession wie in einem Regenjahr ausfallen“, sagt Pfarrverbandsleiter Otto Gäng. Das Erzbistum München-Freising habe ohnehin alle Prozessionen abgesagt. Sie wären auch mit Corona-Auflagen kaum durchführbar. Denn meist ziehen bis zu 600 Gläubige von Altar zu Altar. Stattdessen wird es in der Klosterkirche Fürstenfeld zwei Gottesdienste mit eucharistischer Andacht – um 9 und 11 Uhr – geben. Für diese kann man sich werktags zwischen 9 und 11 Uhr unter der Telefonnummer (0 81 41) 50 16 30 anmelden.

Gäng sieht die Entscheidung positiv. „Es gab immer wieder Jahre, in denen die Prozession abgesagt werden musste“, sagt der Pfarrverbandsleiter. „Ich hatte in den vergangenen Jahren Glück und konnte gehen.“ Den Weg alleine mit der Monstranz zu laufen, kommt für ihn nicht in Frage. Dafür müsste er die Gläubigen in der Kirche zurücklassen. „Wir wollen in Gemeinschaft feiern.“ Auch ein Freiluft-Gottesdienst sei keine Alternative: „Da wären nur 50 Personen erlaubt, in die Klosterkirche passen 80.“

Gäng berichtet, dass sich viele Christen nach der Prozession erkundigen. „Die Akzeptanz für diese Entscheidung ist groß.“ Allerdings rät er, nicht ohne Anmeldung zum Gottesdienst zu kommen. Auch der Wunsch-Termin ist vielleicht nicht möglich. So habe man auch für den Pfingstsonntag Gläubige auf den Montag verweisen müssen.

Generell wird die maximale Teilnehmerzahl für die Gottesdienste in Fürstenfeld, St. Magdalena und St. Bernhard meist erreicht. Dennoch warten viele noch ab, da sie zur Risikogruppe gehören und vorsichtig sind. Vergessen sind sie nicht, verspricht Gäng. „Wir schließen all diejenigen in unser Gebet ein, die zuhause sind.“  imu

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