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Rund 200 Gäste aus den lokalen Unternehmen kamen zum Wirtschaftsempfang des Landkreises. 

In Fürstenfeldbruck

Für den guten Zweck: Wirtschaftsempfang wird zur Auktion

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Vernetzte Fahrzeuge, Häuser aus 3D-Druckern und Roboter in der Altenpflege: Mit diesen Visionen befasste sich Timo Leukefeld beim Wirtschaftsempfang des Landkreises. Landrat Thomas Karmasin versteigerte zudem Bilder für einen guten Zweck.

FürstenfeldbruckDer inzwischen 19. Wirtschaftsempfang des Landkreises war wie immer gut besucht: Rund 200 Gäste waren der Einladung von Landrat Thomas Karmasin Folge gefolgt. Als Gastredner referierte Diplomingenieur Timo Leukefeld über das Thema „Wie werden wir in Zukunft leben“.

Bevor die Gäste ans gesponserte Buffet gingen, erinnerte Karmasin bei seiner kurzen Begrüßung an den Zweck des Wirtschaftsempfangs. „Wie immer liefern wir die Inspiration und Kommunikation, die Kooperation dürfen wir dann Ihnen überlassen – sowohl untereinander als auch zwischen Politik und Verwaltung“, sagte er. „Wir sind dankbar, dass Sie da sind. Nicht nur heute Abend, sondern auch mit Ihren Unternehmen im Landkreis. Aber wir sind für Sie da, wenn Sie uns brauchen.“

Die Bundesregierung nennt ihn Energiebotschafter, sagte Karmasin über den Gastredner. Leukefeld prägt als Mitglied im Zukunftsinstitut die Trend- und Zukunftsforschung in Deutschland seit der Gründung des Instituts im Jahre 1998 maßgeblich mit. „Wir leben in einer Welt, deren Wirtschaftssystem in einem epochalen Wandel begriffen ist“, sagte der Referent. Er reist für den Mitteldeutschen Rundfunk um die Welt, um zu erforschen, wie Megatrends zu lebenswerten Zukunftsprojekten werden. Aufgrund hocheffizienter Systeme kosten Produkte und Dienstleistungen immer weniger.

Die Roboter-Generation

In seinem Vortrag zeigte der Energie- und Zukunftsexperte auf, wie sich eine so genannte „Null-Grenzkosten-Gesellschaft“ angesichts Wohnen, Energie, Mobilität, Stadtentwicklung und dem Einsatz künstlicher Intelligenz darstellt. So biete die Entwicklung des 3D-Druckers eine völlig neuartige Form des Bauens. Leukefeld berichtete von einem Haus in Shanghai, das von einem 3D-Drucker erstellt wurde. „50 Prozent Zeitersparnis, 50 Prozent Kostensenkung, 100 Prozent Qualitätssteigerung und null Abfall.“

Seine Fragen: Wie werden die Menschen angesichts immer neuer Roboter-Generationen leben? Werden diese so genannten „Actroiden“ künftig immer mehr Aufgaben der Menschen übernehmen, zum Beispiel in der Altenpflege? Sie sind kostengünstig, müssen weder essen noch schlafen, wollen weder Lohn noch Urlaub.

Angesichts der urbanen Verdichtung seien neue Mobilitätskonzepte zwingend notwendig. Autos und Fahrräder werden inzwischen zu Elektro-Autos und E-Bikes. Doch wie sieht die Zukunft aus? Stehen den Menschen dann selbstfahrende, vernetzte Fahrzeuge auf Abruf zur Verfügung? Vieles würde an der Vorstellungskraft scheitern, so Leukefeld. Für Veränderungen reiche aber Motivation allein nicht aus, sondern man brauche auch Begeisterung.

Nach dem Vortrag versteigerte Karmasin ein Bild und einen Batik-Wandbehang zugunsten der Initiative „1000 Schulen für unsere Welt“. Den Zuschlag erhielten der Geschäftsführer der Weilheimer Agentur für Arbeit, Michael Schankweiler, sowie der Geschäftsführer der Brucker Firma Sykam Chromatographie, Karl-Heinz Jansen.

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