Mit Bürgermeister (vorne l.): die Brucker Kinder.

Brauchtum

Für die Heilige Lucia geht sogar die Allianz-Arena baden

Fürstenfeldbruck – Den Brauch der Luzienhäuschen gibt es in Fürstenfeldbruck schon lange. Bereits seit Beginn des 17. Jahrhunderts werden am 13. Dezember selbst gebastelte, mit Kerzen bestückte Häuschen in die Amper gelassen. Ausgestellt werden die Häuschen vor ihrer Amperfahrt in der Sparkassen-Zentrale an der Hauptstraße. Die Kinder der Philipp-Weiß- und der Grundschule Mitte am Theresianumweg zeigen dort ihre Werke.

Die Häuslebauer (v.l.): Simon Kellerer (9), Sebastian von Graeve (9) und Florian Zeuner (10). fotos: gierschewski

Darunter auch die Allianz-Arena, entstanden im Teamwork der beiden Freunde und FC-Bayern-Fans Jonas Friedlhuber (10) und Dennis Dimter (10) aus der Klasse 4b. „Mein Papa hat die Schilder gelasert und mit der Heißklebepistole geholfen, sonst haben wir die Arena zu zweit in den Ferien gebaut“, erläutert Dennis. Sehen lassen kann sich auch das aus Karton und Kork bestehende Haus von Florian Zeuner (10), ebenfalls aus der 4b der Philipp-Weiss-Grundschule. „Ich habe bestimmt eine Woche jeden Tag ein oder zwei Stunden dafür gearbeitet. Meine Mama hat mir aber geholfen.“ Mit viel Liebe zum Detail schmückte er sogar die Fensterbänke mit Blumen und den Garten mit Baumzäpfen. „Dieses Jahr sind es 213 Stück, das ist neuer Rekord. Wir freuen uns sehr über die engagierte Teilnahme der Schüler und Lehrer“, meinte Dirk Hoogen, der Kommunikationsleiter der Sparkasse Fürstenfeldbruck, bei der Austellungseröffung.

Die Tradition des Luzienhäuschen-Schwimmens beruht auf der Angst vor Überschwemmungen der Amper. Nach einem großen Hochwasser in 1785 gelobten die Bürger, jedes Jahr am 13. Dezember einen Gottesdienst zu feiern. Viele ließen auch kleine, mit Kerzen bestückte Nachbildungen ihrer Häuser in die Amper.

Seit 1949 wird der Brauch auch an der Philipp-Weiß-Grundschule gepflegt. „Wir haben vor den Allerheiligen-Ferien in der Schule mit dem Basteln angefangen, die Schüler haben die Häuser dann zu Hause fertiggestellt“, sagte Theresia Ege, Handarbeitslehrerin an der Philipp-Weiß-Grundschule. Sie und ihre Kollegin Isabella Roßkopf betreuten die Schüler dabei. „Das ist natürlich eine schöne Tradition, viele Kinder bauten ihre eigenen Häuser nach, aber auch andere Bauwerke sind vertreten.“ 

Die Luzienhäuschen

werden am Dienstag, 13. Dezember, um 17 Uhr von der Sparkasse abgeholt. Im Anschluss an einen Segnungsgottesdienst in der Leonhardkirche werden sie dann in die Amper gelassen.

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