Joseph Vilsmaier war zu Gast im BruckerLichtspielhaus.

Filmgespräch

Für Star-Regisseur Vilsmaier ist das Lichtspielhaus ein Schatz

Beinahe ein halbes Jahr haben die Brucker nun ihr Lichtspielhaus wieder. Die erste Bauphase ist bereits abgeschlossen, die zweite wird im Sommer folgen. Jetzt war ein bekannter Regisseur zu Gast.

Fürstenfeldbruck –  Am Dienstag lud die Interessengemeinschaft daher die Öffentlichkeit ein, alles rund um die Restauration und die Geschichte des Kinos zu erfahren. Im Anschluss flimmerte „Bayern sagenhaft“ über die Leinwand und dessen Regisseur Joseph Vilsmaier gab sich persönlich die Ehre, den Besuchern Rede und Antwort zu stehen.

„Es sollte ein Film werden, aus dem jeder friedlich und schmunzelnd hinaus geht“, erzählt er dem begeisterten Publikum. Vilsmaiers Werk und er selbst wurden mit viel Applaus bedacht, alte Geschichten aus seinem Leben erzählt; von seinem Karrierebeginn als Kameramann bis hin zu kommenden Zukunftsplänen.

Der 79-Jährige garnierte seine Erzählungen zum Film mit Anekdoten über den Sieben-Zentner-Semmelknödel und die Eisfenster im Kloster Metten. Zuletzt offenbarte er auch noch, was er an Bayern so liebt: das Bier, die Tradition, die Menschen, aber auch Kinos wie das Lichtspielhaus.

Und der Filmemacher adelte es prompt. Er erzählte, auf seiner Reise durch die Filmpaläste im Freistaat selten ein derartig schönes Kino wie in Fürstenfeldbruck gesehen zu haben. Er zeichnete das Lichtspielhaus mit dem Prädikat besonders wertvoll aus, indem er es einen „wahren Schatz“ nannte.

Dazu hat vorrangig die IG Lichtspielhaus beigetragen, die inzwischen auf 270 Mitglieder angewachsen ist. Vor abermals beinahe ausverkauftem Haus zeigte sich der Gründer Richard Bartels stolz, in Bruck „endlich wieder etwas zu haben, was wir hier nicht mehr hatten.“

Auch Architekt Christian Lichtenberg und Kreisheimatpflegerin Susanne Poller freuten sich, dass das zum Denkmal erhobene Lichtspielhaus nicht nur erhalten werden konnte, sondern auch wieder einen Gemeinnutzen hat. Aus architektonischer Sicht würden vor allem die noch originale Decke, die Leuchten im Inneren, die ebenfalls bauzeitlichen Fenster und Türen sowie die repräsentative Fassade das Lichtspielhaus zu einem einzigartigen Schatz machen. Erklärtes Ziel aller Beteiligten ist es, das Kino wieder zu einem Treffpunkt für alle werden zu lassen, an dem man einen geselligen Abend verbringen kann. (mak)

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