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Extra geehrt wurden die vier Innungsbesten (vorne v.l.) Eva Knoll (Schreiner), Simon Dittrich (Metzger), Luis Albert Multerer (Bau) und Linda Remlein (Friseur). Das Bild zeigt sie auf der Freisprechungsfeier mit den Obermeistern, Ausbildungsleitern sowie den beiden Bankvertretern.

Abgeschlossene Lehren

43 Handwerker erhalten ihre Gesellenbriefe

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43 Handwerker haben bei der Freisprechungsfeier der Brucker Kreishandwerkerschaft ihre Gesellenbriefe erhalten.

FürstenfeldbruckZum letzten Mal würdigte der scheidende Kreishandwerksmeister Harald Volkwein in der Aula des Graf-Rasso-Gymnasiums die jungen Menschen, die nach dem Schulabschluss eine Handwerkslehre gewählt haben.

„Sie haben mit dem erfolgreichen Abschluss eine tragfähige Grundlage für ihr zukünftiges Berufsleben gelegt“, sagte Festredner Frank Hüpers, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer für München und Oberbayern. Die Stimmung im Handwerk sei gut, die Auftragsbücher seien voll. So sei es schwierig, einen Handwerker in angemessener Zeit zu bekommen. „Sie haben hervorragende Karriere-Perspektiven“, sagte Hüpers. „Sie müssen sich aber Ihre Wettbewerbsfähigkeit immer wieder erarbeiten.“ Er ermutigte die Jung-Gesellen, sich zum Meister fortzubilden und begrüßte die Entscheidung der Politik, die 2004 abgeschaffte Meisterpflicht für zahlreiche Berufe wieder einzuführen.

Volkwein: „Handwerker sind so wertvoll, weil sie sol selten sind“

Volkwein, Vize-Landrat Ulrich Schmetz und die Leiterin der Berufsschule, Andrea Reuß, stellten die Bedeutung des Handwerks für die Gesellschaft heraus. „Gold und Edelsteine sind so teuer, weil sie so selten sind“, sagte Volkwein, „Handwerker sind so wertvoll, weil sie so selten sind.“ Der Kreishandwerksmeister bemängelte die Abwanderung der Fachkräfte etwa zur Polizei, Bundeswehr oder Feuerwehr. „Das tut richtig weh.“ Das Handwerk blute aus, wenn man die Handwerker kampflos ziehen lasse.

„Die Gesellschaft kann ohne Handwerk nicht bestehen“, sagte Schmetz. Orte veröden, wenn Handwerksbetriebe der Reihe nach geschlossen werden. „Es ist für uns eine kommunalpolitische Verpflichtung, entsprechende Gegebenheiten mit zu schaffen, dass Handwerker in der Lage sind, ihre Betriebe bei uns aufrecht zu erhalten“, so Schmetz. „Sie stehen heute oben auf dem Gipfel und haben gigantische Aussichten“, rief Reuß den Junggesellen zu. „Bleiben Sie nicht stehen, es gibt weitere Gipfel zu erklimmen.“

Friseurladen zum 25. Betriebsjubiläum ausgezeichnet

25. Betriebsjubiläum feiert Friseurin Susanne Bittner. Es gratulierten Kreishandwerksmeister Harald Volkwein (l.) und Ehrenkreishandwerksmeister Franz Höfelsauer.

Als Innungsbeste wurden Luis Albert Benedikt Multerer (Maurer), Lina Remlein (Friseurin), Simon Dittrich (Fleischer) und Eva Knoll (Tischlerin) ausgezeichnet. Zwölf Gesellen erfüllten die Kriterien zur Auszeichnung mit dem Anton-Hoch-Gedächtnispreis – eine Gesamtnote bis 2,0. Beim Schreiner-Wettbewerb „Gute Form“ gab es mit Viktoria Vilgertshofer (Alling) und Luis Bartler (Schöngeising) zwei Sieger. Zudem wurde der Friseurmeisterbetrieb von Susanne Bittner und Gabriele Hartl in Egenhofen von Ehrenkreishandwerksmeister Franz Höfelsauer mit einer Ehrenurkunde der Handwerkskammer zum 25. Betriebsjubiläum ausgezeichnet. 

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