Coronavirus - Spanien
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468 Reise-Rückkehrer im Landkreis befinden sich in Quarantäne.

Coronavirus

Alarmierende Zahlen: 468 Reise-Rückkehrer in Quarantäne

Mit der sommerlichen Reisewelle rollt ein neues Problem in Sachen Corona auf den Landkreis zu. Jeder Rückkehrer aus Risikogebieten muss in Quarantäne. Allein im Landkreis Fürstenfeldbruck sind das bereits jetzt 468 Personen.

  • Viele Menschen kehren derzeit aus dem Urlaub in Risikogebieten zurück.
  • An den Flughäfen werden sie auf Corona getestet
  • Bis sie ihr Testergebnis haben, müssen sie in Quarantäne.

Landkreis – Rund 130 Länder weltweit stuft das Robert-Koch-Institut derzeit als Corona-Risikogebiete ein. Darunter sind so beliebte Urlaubsdestinationen wie Ägypten und die Türkei. Auch in Teilen Spaniens ist die Covid-19-Situation wieder sehr angespannt. Nach den aktuellen Bestimmungen der bayerischen Einreise-Quarantäneverordnung müssen alle Reisenden, die aus einem Risikoland nach Deutschland zurückkommen, sich 14 Tage separieren. So soll verhindert werden, dass sie den gefährlichen Virus in ihrer Heimat weiterverbreiten.

Aktuell sind laut Landratsamt vier Rückkehrer im Landkreis erkrankt. Zwei davon waren in Balkan-Ländern auf Heimaturlaub und arbeiten im Kreis Bruck. Ein Rückkehrer war in Nord-, einer in Südamerika unterwegs.

Kostenlose Tests an den Flughäfen sollen die Situation entschärfen

Die Kreisbehörde hofft, dass sich die Quarantäne-Situation durch die freiwilligen, kostenlosen Tests an Flughäfen, Bahnhöfen und Grenzübergängen etwas entschärfen wird. Dann müssen die Betreffenden sich zwar auch separieren – allerdings nur solange, bis ein negatives Testergebnis vorliegt. Natürlich bleibe dabei ein Restrisiko, erklärt eine Behördensprecherin. Personen, die sich sehr kurz vor ihrer Rückkehr angesteckt haben, können negativ getestet werden und später doch erkranken.

Zum Vergleich: Abgesehen von den 468 Reiserückkehrern sind im Landkreis 22 Personen in Quarantäne, weil sie positiv getestet wurden, und 38 weitere weil sie als nahe Kontaktpersonen von Infizierten gelten. In den Asylheimen gibt es – Stand 29. Juli – keine Kranken oder Quarantäne-Fälle. Die Corona-Situation im Landkreis ist also vergleichsweise überschaubar.

Landratsamt:„Von Entspannung kann keine Rede sein“

Trotzdem steht das Landratsamt Gewehr bei Fuß. „Von Entspannung kann keine Rede sein“, sagt die Behördensprecherin. Und, an die Reisenden gerichtet: „Leichtsinn wäre fatal.“ Das Amt vollführe einen schwierigen Balance-Akt. Zum einen müssen man genug Personalreserven vorhalten, um im Notfall schnell reagieren zu können. Es dürfe aber auch keine übermäßigen Leerläufe geben.

Weitere Nachrichten aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck finden Sie hier.

Sabine Kuhn

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