Besichtigten das neue Impfzentrum (v.l.): Wolfgang Kaufmann vom Landratsamt, der ärztliche Leiter Matthias Skrzypczak, Verwaltungsleiter Olaf Geisler und der BRK-Kreisvorsitzende Andreas Magg. Eine überdimensionale Playmobil-Figur mit BRK-Jacke steht bereits im Impfzentrum. Foto: gehre
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Besichtigten das neue Impfzentrum (v.l.): Wolfgang Kaufmann vom Landratsamt, der ärztliche Leiter Matthias Skrzypczak, Verwaltungsleiter Olaf Geisler und der BRK-Kreisvorsitzende Andreas Magg. Eine überdimensionale Playmobil-Figur mit BRK-Jacke steht bereits im Impfzentrum.

Fürstenfeldbruck

Corona-Pandemie: Ein Besuch im neuen Impfzentrum

  • Tobias Gehre
    vonTobias Gehre
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  • Stefan Reich
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Das Impfzentrum des Landkreises ist so gut wie fertig. Auf rund 800 Quadratmetern sollen in einem ehemaligen Aldi-Markt in Fürstenfeldbruck bald die ersten Menschen immunisiert werden. Von dort werden auch mobile Impf-Teams ausrücken.

Fürstenfeldbruck – Die Handwerker waren fleißig in den vergangenen Tagen. Wo sich einst Discounter-Kunden mit Lebensmitteln eindeckten, reihen sich jetzt weiße Trennwände aneinander. Sie bilden größere und kleinere Räume und beherbergen die verschiedenen Stationen, die die Besucher des neuen Impfzentrums im Brucker Westen durchlaufen müssen. Rund 250 Impfungen pro Tag soll es dort künftig geben. Hinzu kommen 50 weitere durch mobile Teams.

Betreiber ist das Bayerische Rote Kreuz

Auf diese soll zunächst auch der Fokus gelegt werden, erklärt Rainer Bertram, Kreisgeschäftsführer des BRK, das das Impfzentrum betreibt. 50 Immunisierungen am Tag soll ein solches mobiles Team schaffen. Das muss gut vorbereitet sein. Die Wege müssen sinnvoll geplant werden, auch weil der Impfstoff nach der Aufbereitung im Impfzentrum nur begrenzt haltbar ist. „Die genauen Daten der Hersteller dazu liegen uns aber noch nicht vor“, sagt Bertram. Wenn das Impfteam vor Ort ist, sollte nicht nur klar sein, wer genau geimpft werden soll. Es müssen auch alle rechtlichen Fragen geklärt sein. „Wenn wir über Alten- und Pflegeeinrichtungen reden, haben die Menschen dort in vielen Fällen gesetzliche Betreuer. Dann müssen vorab Einverständniserklärungen eingeholt worden sein“, sagt Bertram. Wie viele Menschen die mobilen Impfteams aufsuchen müssen, ist noch unklar. „Es leben 2900 Menschen im Landkreis in Heimen. Es gibt 34 ambulante Pflegedienste, die Menschen zu Hause aufsuchen. Und wie viele Menschen zu Hause von einer 24-Pflegekraft betreut werden, dazu wissen wir gar nichts“, sagt Bertram.

Die Kühlung

Mehr Gewissheit gibt es beim Umgang mit dem Impfstoff. Eine aufwendige Kühllogistik braucht es in der Buchenau nicht. Die Kühlung auf Minus 70 Grad, die bei manchen Impfstoffen nötig ist, muss nur in den Zentrallagern gewährleistet sein. Möglichst genau geplant werden muss aber der Bedarf der einzelnen Impfzentren – auf Tage und sogar auf Stunden genau.

Matthias Skrzypczak, künftig ärztlicher Leiter des Impfzentrums, berichtet von einer großen Bereitschaft von Ärzten – teils schon im Ruhestand – in dem Zentrum mitzuwirken. Dennoch wird weiterhin medizinisches Fachpersonal gesucht. Davon könne man gar nicht genug haben. Die Einrichtung in der Buchenau wird wohl nicht die einzige im Landkreis bleiben, meint Olchings Bürgermeister Andreas Magg, der auch Kreisvorsitzender des BRK ist. „Ein Impfzentrum wird nicht reichen.“

Ausgabe von Masken in den Apotheken

Am Dienstag startet die von der Bundesregierung bezahlte Abgabe von FFP-2-Masken durch die Apotheken. Wer mindestens 60 Jahre alt ist oder wegen Vorerkrankungen ein erhöhtes Risiko hat, an Covid-19 schwer zu erkranken, kann sich bis zum 6. Januar einmalig drei Masken gratis abholen. Ab 1. Januar gibt es sechs Masken mit Bezugsschein der Kassen, bei zwei Euro Eigenbeteiligung. Im Februar folgt ein zweiter Bezugsschein

Thomas Benkert, Bayerischer Apotheker-Präsident und Inhaber der Apotheke Mammendorf und der Amper-Apotheke Bruck, ist startklar. Ein Masken-Vorrat ist da, „und die Gemeinde hat uns in Mammendorf eine jetzt nicht benötigte Glühwein-Hütte neben die Filiale gestellt“. Damit die Apotheke selbst nicht zu voll wird, werden die coronabedingt sinnvollen Masken dort ausgegeben. Benkert bittet darum, dass nicht alle gleich zum Start der Aktion kommen. Die Prüfung des Anspruchs werde unkompliziert erfolgen. sr

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