Eingehüllt in Planen steht der 43 Meter hohe Turm neben der Kirche St. Bernhard. Die Armierungwar nicht tief genugunter dem BetonZumindest sonntagsläuten die Glockenschon zum Gebet

Fürstenfeldbruck

Am Kirchturm von St. Bernhard kann endlich gebaut werden

  • Ingrid Zeilinger
    vonIngrid Zeilinger
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Am Kirchturm von St. Bernhard tut sich was. Die Sanierung des Glockenturmes hat begonnen. Und auch die Glocken läuten inzwischen wieder, zumindest am Sonntagvormittag.

Fürstenfeldbruck – Bereits seit März 2018 ist der Turm eingerüstet. Denn bei Sturm und Unwetter hatten sich immer wieder Betonbrocken gelöst und waren zu Boden gestürzt. Da die Gefahr, einen Menschen am Kopf oder parkende Autos zu treffen, zu groß war, wurde der Turm gesperrt, und auch die Glocken verstummten. Die Ursache: Die Armierung – sprich das Eisengitter, das den Turm verstärken soll – war zu nah an der Oberfläche angebracht, erklärt Friedrich Deschauer, der für die Öffentlichkeitsarbeit der Pfarrei zuständig ist. So rostete das Eisen, und der Putz platzte ab.

Um den 1964 erbauten, 43 Meter hohen Turm zu sichern, muss der Beton saniert werden. Doch langwierige Prüfungen der Statik, eine Stellungnahme des Landesamtes für Denkmalpflege und umfangreiche Ausschreibungsverfahren haben den Beginn der Arbeiten immer wieder verzögert. Doch nun ist alles geklärt, der Kirchturm samt Baugerüst ist mit Planen verhängt – und die Arbeiten haben begonnen. Sie sollen bis Oktober abgeschlossen sein.

Die Finanzierung des Projektes ist weitgehend geklärt. Einen Teil übernimmt das Erzbischöfliche Ordinariat. Die Pfarrei muss einen Teil beisteuern. Hier ist man nach wie vor beim Sammeln von Spenden.

Zumindest auf das Geläut müssen die Menschen im Fürstenfeldbrucker Westen nicht mehr ganz verzichten. Denn seit einigen Wochen rufen die Glocken wenigstens am Sonntag vor dem Gottesdienst zum Gebet, wie Friedrich Deschauer berichtet. „Das war ein Wunsch des Ordinariates.“ 

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