Das Hallenbad in der Amperoase.
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Das Hallenbad in der Amperoase.

Fürstenfeldbruck

Sanierung nicht mehr sinnvoll: Amperoase wird abgerissen und neu gebaut

  • Thomas Steinhardt
    vonThomas Steinhardt
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Eine Sanierung der Amperoase ist wirtschaftlich nicht mehr sinnvoll. Die Brucker Stadtwerke wollen das Hallenbad daher abreißen und neu bauen.

Fürstenfeldbruck - In nichtöffentlicher Sitzung hatte der Verwaltungsrat der Stadtwerke schon über das Thema beraten und den Neubau einstimmig abgesegnet. Bis zur Sitzung des Brucker am Stadtrats am Dienstagabend wurde der Beschluss geheim gehalten, dann aber präsentiert.

Stadtwerke-Geschäftsführer Jan Hoppenstedt erläuterte den aktuellen Stand im Hallenbad: „Eine weitere Instandsetzung des derzeitigen Hallenbades ist aus wirtschaftlicher Sicht nicht mehr vertretbar. In den vergangenen Monaten haben wir diverse Schäden behoben und zugleich mit externen Gutachtern eine umfangreiche Bestandsaufnahme durchgeführt.“ Dabei sei ein großer Sanierungsbedarf festgestellt worden. Zudem treten neue unvorhersehbare Baumängel auf: Seien es die Gebrauchs- und Duschwassertechnik, die Beckenkonstruktion, die Filteranlagen, der Brandschutz, die Sanitäranlagen, die Lüftung im Rutschenturm oder die Regeltechnik für die Steuerung der Fußbodenheizung, der Fernwärme und der Beckenwassertemperatur – diese und weitere Bestandteile müssten erneuert werden. „Folglich sind die Sanierungskosten für uns nicht mehr kalkulierbar“, so Hoppenstedt. Da sei die Frage zusehends berechtigt, ob ein Neubau mit zeitgemäßer Kubatur nicht sinnvoller ist. Eine technische Machbarkeitsstudie und verschiedene Investitionsberechnungen sprächen sich klar für einen Neubau aus – es gebe dann keine Beschränkungen durch den Altbestand. „Zudem sehe ich die überwiegenden Vorteile einer neuen Anlage gegenüber der bestehenden.“

Investitionskosten

Eine beauftragte Studie analysierte den Bestand der Bausubstanz und stellt die zu erwartenden Investitionskosten einer Generalsanierung gegenüber denen eines Neubaus. Beide Baumaßnahmen rufen Kosten von 18 bis 20 Millionen Euro hervor. „Unter energetischen und räumlichen Gesichtspunkten stellt eine Erneuerung die richtige Lösung dar. Das jetzige Areal können wir mit dem Neubau optimal nutzen und die Eisfläche soll weiterhin ohne Einschränkungen zur Verfügung stehen“, so Hoppenstedt. Die Architektur wäre mit einem verbesserten Raumkonzept der heutigen Zeit angepasst und mit dieser Investitionssumme könne man ein Kompaktbad mit 25-Meter-Sportbecken, Kinderbecken und attraktiver Saunalandschaft errichten. „Nach einer Planungs- und Bauzeit von etwa drei bis vier Jahren erhalten wir 2024 bzw. 2025 ein Hallenbad mit einer energieeffizienten Technik und modernster Beckenkonstruktion. Die Synergien zwischen Hallenbad und Freibad bleiben weiterhin vorhanden und können erhöht werden“, so Hoppenstedt weiter.

Sanierung des Hallenbades

Das Freizeit- und Familienbad – in den 70er Jahren erbaut und eröffnet – wurde zuletzt im Zeitraum von 1994 bis 1995 saniert sowie modernisiert. Nach nun mehr als 50 Jahren Betrieb erfordert die vorhandene Bausubstanz der Freizeitanlage eine erneute grundhafte Sanierung. Zudem erschweren die verschachtelten Räumlichkeiten und das begrenzte Platzangebot für die Betriebstechnik die Sanierungsarbeiten. Analog zu einem Neubau müsse bei einer Sanierung mit einer Planungs- und Bauzeit von rund 48 Monaten gerechnet werden. „Trotz verschiedener Sanierungsmaßnahmen bestünde die Möglichkeit, weitere Schäden im Bauwerk zu finden. Denn das Hallenbad und die eingesetzte Technik sind am Ende des Lebenszyklus angekommen“, merkt Hoppenstedt an.

Neubau

Dahingegen bietet ein Neubau einen wichtigen positiven Aspekt: Neben einem ähnlichen Angebot mit Sportbecken, Lehrschwimm- und Kinderbecken sowie Saunalandschaft komme moderne energieeffiziente Technik zum Einsatz, die für die kommenden 20 bis 30 Jahre Bestand habe.

Mit der Planung der Neukonstruktion können die Verantwortlichen bei den Stadtwerken jetzt beginnen. Für die Zeit der Schließung des Hallenbades von circa zwei Jahren wird derzeit schon nach Alternativen gesucht.

Oberbürgermeister und Stadtwerke-Aufsichtsratsvorsitzender Erich Raff begrüßt die Befürwortung der Stadtratsmitglieder: „Der Prozess der Entscheidungsfindung war schwierig und hat uns einiges an Zeit und Anstrengung gekostet. Umso mehr bin ich nun zufrieden, eine einvernehmliche Lösung gefunden zu haben. Mit einem Neubau des Hallenbades erhalten wir ein langfristiges attraktives Freizeitangebot für die Stadt und das Umland.“ 

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