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Die Braingames – ein Schnellschachturnier – werden jedes Jahr vom TuS Fürstenfeldbruck in der Marthabräuhalle ausgerichtet. Dafür gibt die Stadt einen Zuschuss zur Hallenmiete. 

Fürstenfeldbruck

Anmietung der Marthabräuhalle: Vereine bekommen Finanzspritze

  • Ingrid Zeilinger
    vonIngrid Zeilinger
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Wenn Vereine größere Veranstaltungen planen, brauchen sie entsprechende Räume. Doch viele können sich die Miete im Veranstaltungsforum – auch zum günstigeren Vereinstarif – nicht leisten.

Fürstenfeldbruck –  Daher gibt die Stadt bei der Anmietung der Marthabräuhalle eine finanzielle Unterstützung. Durch den Pächterwechsel beim Marthabräu wurden die Konditionen jetzt neu beschlossen.

Die Vereine können für drei Veranstaltungen im Jahr eine Finanzspritze bei der Stadt beantragen. Die Obergrenze liegt pro Termin bei 500 Euro. Das war Finanzreferent Klaus Wollenberg (FDP) wichtig, denn er sah die Gefahr, dass die Vereine auf zwei Fördertöpfe zugreifen könnten – die Unterstützung bei der Hallenmiete in Höhe von 250 Euro und die Kulturförderung mit 500 Euro. „Es soll nicht der Eindruck entstehen, dass wir in der Marthabräuhalle höher fördern als in Fürstenfeld.“ Vize-Bürgermeister Christian Stangl (Grüne), der die Sitzung für den urlaubenden OB Erich Raff leitete, betonte: „Es gibt keine Doppelförderung.“ Auf Vorschlag von Franz Neuhierl (FW) legte der Finanzausschuss die Höchstfördersumme pro Veranstaltung auf 500 Euro fest.

Florian Weber (Die Partei) fragte nach einem Mieterlass bei großem Umsatz. Das plane die Mahavi Group als neuer Pächter nicht, erklärte Kämmerin Susanne Moroff. „Aber es obliegt Ihnen, mit dem Vermieter zu verhandeln.“

Marthabräuhalle: Essen selbst mitbringen oder gute Konditionen?

Dieter Kreis (ÖDP) sah ein anderes Problem: Bislang hätten die Vereine Speisen und Getränke selbst mit in die Halle bringen können. „Mahavi sagt, wer in die Räume möchte, muss die Verpflegung beziehen“, sagte Moroff. Kreis fürchtete, dass die Halle dann für Vereine nicht mehr so attraktiv sein wird. So haben in den Jahren 2015 bis 2019 nur noch zwei Vereine die Förderung in Anspruch genommen. Kreis bat darum, nochmal das Gespräch mit Mahavi zu suchen. „Wir wollen nicht, dass Vereine abwandern müssen.“ Man wollte ihnen eigentlich im Lichtspielhaus eine günstige Möglichkeit für Veranstaltungen bieten, was nicht in dem Umfang geht. Dort verfüge die Stadt über einen Tag, an dem Vereine hinein könnten, betonte Stangl.

Franz Neuhierl (FW) meinte, wenn es finanziell eng wird, müssten die Vereine einen gesonderten Förderantrag stellen. „Wir haben in der Vergangenheit immer sehr pragmatische Lösungen gefunden“, meinte Wollenberg.

Und auch die Mahavi Group zeigt sich gesprächsbereit. „Die Halle wird über den Gastronom bewirtet“, sagt Marthabräu-Geschäftsführer Markus Bauer. Das sei auch nie anders gewesen. Dafür gebe es eine Vereinsmappe mit Sonderkonditionen bei der Miete und auch günstige Varianten beim Essen – von einfachen Speisen über Buffet bis hin zur Bestellung. „Wir hatten schon Vereine da, das hat gut funktioniert.“ Und man könne immer reden. Denn die Marthabräuhalle solle nicht nur für Hochzeiten und Eigenveranstaltungen dienen, sondern wieder zur Vereinshalle und Begegnungsstätte werden. „Wir wollen die Vereine bei uns haben.“ 

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