Bayerische Gastlichkeit soll ins neue Marthabräu – das ehemalige Brauhaus Bruck – einziehen. Traditionelle Küche und Getränkeauswahl trifft dort auf ein modernes Ambiente. Das Mahavi-Foto entstand vor der Pandemie.

Fürstenfeldbruck

Aus dem Brauhaus wird das Marthabräu

  • Andreas Daschner
    vonAndreas Daschner
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Seit Mitte Dezember ist das Brauhaus Bruck geschlossen. Doch das ändert sich am Samstag, 20. Juni: Die Mahavi-Group feiert mit dem Traditionsgasthaus Wiedereröffnung und will urbayerische Gastlichkeit und Gemütlichkeit einziehen lassen.

Fürstenfeldbruck – Nachdem die Festwirtsfamilie Mörz ihren Rückzug aus dem Brauhaus der König-Ludwig-Schlossbrauerei Kaltenberg angekündigt hatte, war die Mahavi-Group um die Geschäftsführer Markus Bauer, Hansi Schmölz und Viktor Fischer schnell als potenzieller Nachfolger im Gespräch. „Die Brauerei ist mit der Frage auf uns zugekommen, ob wir ein Konzept für das ganze Ensemble mit Gasthaus, Biergarten und Marthabräuhalle erarbeiten können“, berichtet Bauer.

Marthabräu will Aushängeschild der bayerischen Gastronomie sein

Nach rund einem Dreivierteljahr intensiver Arbeit steht dieses Konzept nun: Aus dem Brauhaus Bruck wird das Marthabräu. „Wir wollen ein Aushängeschild für bayerische Gastronomie werden“, sagt Bauer. Das Marthabräu solle für die Gäste wie ein verlängertes Wohnzimmer sein: „Eine gemütliche Atmosphäre, wo man sich gerne aufhält.“

Der Biergarten.

Dafür wurden die drei Bereiche – Wirtschaft, Biergarten und Halle – einer umfangreichen Frischzellenkur unterzogen. Das Interieur des Gasthauses wurde komplett überarbeitet und hat eine bayerisch-authentische Einrichtung bekommen. „Es gibt Stammtische und einen Maßkrugtresor für die Stammgäste“, sagt Bauer. Außerdem wurde die Küche zum Gastraum hin geöffnet, sodass die Gäste einen Blick auf die Zubereitung der Speisen werfen können.

In der Küche schwingt mit Sebastian Zimmermann ein in Bayern und Südtirol renommierter Koch den Kochlöffel. Der Schwerpunkt liegt dabei auf bayerischen Klassikern und regionaler Küche mit Zutaten aus der Region. 110 Sitzplätze bietet der Gastraum. 80 weitere kommen im Außenbereich dazu, der anschließend in den Biergarten übergeht.

Biergarten im Marthabräu schon offen

Der Biergartenbetrieb läuft bereits, sodass Gäste hier schon einen Blick auf die Neuerungen haben werfen können. „Wir haben den Biergarten mit einem neuem Mobiliar mit Stühlen ausgestattet“, sagt Bauer. In einer Grillhütte werden Schmankerl wie Steckerlfisch oder Beef Brisket, eine im heißen Rauch gegarte Rinderbrust, zubereitet. „Außerdem haben wir die Ausgabe etwas verbreitert und zwei Kassenhäuschen errichtet“, erklärt Bauer. Das soll das Anstehen für die Gäste ein wenig entzerren.

Am Samstag und Sonntag sorgt bei entsprechendem Wetter von 17 bis 20 Uhr Blasmusik für Stimmung. Auch darauf, dass der Biergarten gerne von Radfahrern auf ihren Touren als Pausenstopp frequentiert wird, haben Bauer, Schmölz und Fischer reagiert: „Wir haben viele Radlständer installiert“, berichtet Bauer. Platz für die Drahtesel der Gäste ist also vorhanden.

Der Umbau im Marthabräu

Die altehrwürdige Marthabräuhalle haben die Mahavi-Geschäftsführer komplett entkernen lassen. „Bis auf die Bühne kam alles raus, die Halle wurde komplett saniert“, sagt Bauer. Neben einer neuen Einrichtung bekam das Gebäude auch eine moderne Beleuchtungs- und Schalltechnik spendiert. Gastronomisch bespielt die Mahavi-Group die Räumlichkeiten komplett. Sie kann für Feiern wie Hochzeiten ebenso gebucht werden, wie für Kleinkunst oder Bierfeste wie das beliebte Starkbierfest.

Dass während der Vorbereitung zur Wiedereröffnung die Corona-Pandemie ausbrach, hat die Mavahi-Group nur bedingt ausgebremst. „Wir mussten die Eröffnung einen Monat nach hinten verschieben, weil es zu Verzögerungen bei den Handwerkern kam“, erzählt Bauer. Im Großen und Ganzen konnte am Zeitplan aber festgehalten werden. Und mit Gaststättenbetrieb zu Corona-Zeiten kennt sich das Mahavi-Trio gut aus. Schließlich betreibt es gleich mehrere Gastrobetriebe in Bruck, darunter Martha-Pizzarei, Parkcafè, Bottles’n’Burger, Pavillon Beach und die Pucher-Meer-Gastronomie.

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