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Im Rathaus will man den Sommer noch mal abwarten,

Fürstenfeldbruck

Trotz Lärm und Anwohner-Beschwerden: Bänke am Weiher bleiben vorerst

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Nächtliche Partys, Lärm und Müll: Anwohner des Marthabräuweihers fühlen sich in den Sommermonaten um den Schlaf gebracht. Sie fordern, dass ein Tisch mit Bänken beim Bewegungsparcours entfernt wird. Doch die Stadträte wollen es noch einmal mit verstärktem Sicherheitsdienst und Jugendsozialarbeitern versuchen.

FürstenfeldbruckDie Sitzgruppe steht nahe des Marthabräuweihers. Sie wurde als Rastplatz für den Bewegungsparcours aufgestellt und wird tagsüber viel genutzt – aber auch nachts. Beim Stadtratsch im Bürgerpavillon hatten zwei Anwohner bereits ihr Leid geklagt, und auch in der Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Verkehr und Tiefbau berichtete ein Anwohner von der Lärmbelästigung: Donnerstags bis Sonntags würden sich Jugendliche an der Sitzgruppe am Marthabräuweiher treffen und laut Musik hören. Bitte man sie, zu gehen, komme einige Stunden später die nächste Gruppe. „Es ist, wie wenn der Nachbar jeden zweiten Abend eine Grillfeier bis drei Uhr früh macht“, sagte der Anwohner. „Wir haben über 20 Mal die Polizei eingeschaltet.“

Große Schilder aufgestellt am Marthabräuweiher

Vize-Bürgermeister Christian Götz (BBV) bestätigte, dass sich die Anwohner schon länger auch im Rathaus beschweren. Man habe im August große Schilder aufgestellt, die auf die Einhaltung der Nachtruhe hingewiesen haben. Der nächste Schritt sei der Vorschlag, die Sitzgruppe an anderer Stelle wieder aufzubauen. Damit konnte sich einzig Alexa Zierl (Die Partei/Bruck mit Zukunft) anfreunden. „Die Anwohner wurden auch nicht in die Einrichtung des Bewegungsparcours einbezogen.“ Man merke, dass es im Osten kein Jugendzentrum gebe.

Keine Alternativ-Vorschläge für Bank am Marthabräuweiher

Die übrigen Politiker wollten die Bank nicht einfach einlagern. Man würde die Arbeit des Sportbeirats konterkarieren, schließlich habe sich dieser für Parcours und Bänke stark gemacht, meinte Andreas Lohde (CSU). „Das hätte ein Thema für die Sicherheitswacht sein können.“ Doch diese sei ja abgelehnt worden. „Wohin sollten wir die Bänke versetzen?“, fragte Mirko Pötzsch (SPD). Dann würden sich andere Anwohner beschweren. Zudem konnten keine Alternativstandorte vorgeschlagen werden.

Ein Streetworker für den Marthabräuweiher?

„Ich verstehe die Anwohner“, meinte Dieter Kreis (ÖDP). Er riet dazu, einen Streetworker vorbei zu schicken, da dieser pädagogisch besser ausgebildet sei als der Sicherheitsdienst. Doch derzeit ist die Stelle bei der Stadt unbesetzt. Götz schlug vor, den Sicherheitsdienst in der warmen Jahreszeit vermehrt und regelmäßig vorbei zu schicken und nach einer Saison zu evaluieren. Das war Dritter Bürgermeisterin Karin Geißler (Grüne) zu lang. Das Gremium einigte sich schließlich gegen eine Stimme darauf, nach den Sommerferien 2020 auszuwerten, ob der Sicherheitsdienst die Lage entschärft. Falls nicht, wird man über weitere Schritte am Marthabräuweiher nachdenken.

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